Nicht erbrachte Leistungen abgerechnet

Betrug in der Pflege: Mehrere Pflegedienste in der Region Kassel erwischt

In der Region Kassel wurden im vergangenen Jahr mehrere Pflegedienste beim Abrechnungsbetrug erwischt - so wurden Leistungen wie Körperpflege und Co. berechnet, die aber gar nicht erbracht wurden.
+
In der Region Kassel wurden im vergangenen Jahr mehrere Pflegedienste beim Abrechnungsbetrug erwischt - so wurden Leistungen wie Körperpflege und Co. berechnet, die aber gar nicht erbracht wurden.

Betrug bei Pflegediensten ist seit vielen Jahren ein Problem. Die Dunkelziffer ist hoch. Allein die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) zählte 2020 im Raum Kassel sechs Fälle.

Kassel - In diesen sechs Fällen sollen Pflegedienste Leistungenwie Hausbesuche, Körperpflege, Medikamentengabe etc. abgerechnet haben, die aber nicht erbracht wurden. Die Hinweise seien durch die Abrechnungsprüfungen vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) gekommen. Forderungen im vierstelligen Bereich wurden an die KKH zurückgezahlt. Weil es sich aber jeweils nur um kleinere Summen gehandelt habe, wurde keine Strafanzeige gestellt, so eine KKH-Sprecherin.

Zudem flog ein 52-jähriger Kasseler auf, der sich durch eine falsche Identität die Mitgliedschaft bei der KKH erschlichen hatte. Auf diese Weise rechnete er Arzneimittel und Krankenhausaufenthalte mit seiner Gesundheitskarte ab.

Gegen den Mann läuft bereits wegen anderer Vergehen ein Ermittlungsverfahren. Er soll bereits in Untersuchungshaft sitzen.

Wer Betrugsfälle melde, dem garantiere die KKH auf Wunsch auch Anonymität, so die Sprecherin. (Bastian Ludwig)

Mögliche Betrugsfälle melden: betrugsverdacht@kkh.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.