Betrugsmasche "Autobahngold": Polizei fasst Gauner-Quartett an A7

Kassel. Autobahngold nennt die Polizei eine Betrugsmasche, mit der Kriminelle versuchen, Geld von hilfsbereiten Autofahrern zu ergaunern. Am Dienstag hat die Baunataler Autobahnpolizei nach dem Hinweis eines betroffenen Autofahrers an der A7 bei Kassel vier Tatverdächtige gefasst.

Die zwei Männer und zwei Frauen mit rumänischer Staatsangehörigkeit wollten den Autofahrer aus Essen zuvor offensichtlich übers Ohr hauen.

Gegen 12 Uhr hatte sich der Pkw-Fahrer bei der Autobahnpolizei gemeldet. Auf der Verbindungsspange von der A44 zur A7 hatte ihn kurz zuvor der Fahrer eines grauen Audi A4, der in einer Nothaltebucht stand, mit Zeichen aufgefordert anzuhalten.

Der Mann - ein 23 Jahre alter Rumäne - erklärte dem Essener in gebrochenem Deutsch, das Benzin sei alle und er brauche Geld zum Tanken. Im Gegenzug bot er dem Autofahrer Ringe und Halsketten an, die angeblich aus Gold sein sollten.

Nachdem der Autofahrer den Schmuck begutachtet und für minderwertig befunden hatte, schenkte er dem Rumänen fünf Euro und fuhr weiter. Nach seinem Anruf bei der Polizei fand eine Streife wenig später den grauen Audi mit Bremer Kennzeichen (HB) an der Rastanlage Kassel-Ost.

Bei der Kontrolle fanden die Beamten nicht nur den minderwertigen Schmuck, das sogenannte Autobahngold, berichtet Polizeisprecherin Sabine Knöll. Sie stellten auch fest, dass die mutmaßlichen Betrüger nicht so mittellos waren wie sie taten: In dem Schmuckbeutel steckten auch mehrere hundert Euro.

Wegen versuchten Betrugen musste der 23-Jährige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft noch an Ort und Stelle eine Sicherheitsleistung in Höhe von 300 Euro zahlen. (rud)

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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