Bettenhausen: Kritik vom Ortsbeirat

Bettenhausen diskutierte über Hochwasserschutz

Bettenhausen. Für rege Diskussionen sorgte das Thema Hochwasserschutz während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Bettenhausen. Alfons Fleer (Bündnis 90/Die Grünen) kritisierte scharf, dass seit 20 Jahren nichts für den Hochwasserschutz des Stadtteils gemacht werde.

„Es werden keine pragmatischen Lösungen gesucht, sondern es wird immer nur geplant“, sagte Fleer und rügte insbesondere die Arbeit des Wasserverbandes Losse. Der wurde 1972 vom Regierungspräsidium (RP) Kassel gegründet und soll den Hochwasserschutz an der Losse bündeln.

Von mehreren Mitgliedern des Ortsbeirates wurde kritisiert, dass auch bezahlbare Lösungen zum Schutz vor kleineren Hochwassern mit Hinweis auf die grundlegende Planung seit Jahren ausblieben. Andere Gemeinden, wie Nieste und Kaufungen, sind da laut Fleer deutlich weiter. Sie hätten in den Hochwasserschutz investiert, kleinere Deiche gebaut oder bewegliche Spundwände angeschafft.

Zuständig für den Hochwasserschutz ist laut Harry Völler (SPD) das Regierungspräsidium. Völler erklärte, dass ein Hochwasserrisikomanagementplan des RP für die Losse vorliegt. So sei etwa der Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens bei Helsa geplant.

Der Ortsbeirat beschloss, zur Sitzung im Dezember Vertreter des RP und von KasselWasser einzuladen. Sie sollen darüber informieren, welche Lösungen für den Hochwasserschutz geplant sind und vor allem, wann diese in die Tat umgesetzt werden.

Hallenbad Ost

Ein weiteres Thema während der Sitzung war die Zukunft des Hallenbades Ost. Peter Tippmann (Freie Wähler) kritisierte, dass das Gremium über den Verkauf des Hallenbades nicht informiert wurde, sondern erst aus der Zeitung von einem möglichen Investor erfuhr. Eine Kritik, die von vielen geteilt wurde. Ortsvorsteher Enrico Schäfer warb aber auch um Verständnis dafür, dass ein Investor nicht schon im Vorfeld mit seinen Plänen an die Öffentlichkeit geht. Insgesamt beurteilt der Ortsbeirat die Entwicklung als Chance und lädt den Investor ein, seine Ideen möglichst zeitnah dem Gremium vorzustellen.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Moschee an der Miramstraße / Ecke Ringhofstraße. Anwohner hatten sich über Lärmbelästigung beschwert. Gemeinsam mit Vertretern des Ausländerbeirates will Schäfer jetzt erst einmal den Kontakt mit der Gemeinde aufnehmen, die die Moschee nutzt. (pmi)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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