Verkehr hat in den letzten Jahren zugenommen

Autos sind eine Gefahr: Anwohner fordern Überweg an der Heiligenröder Straße in Kassel

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Wohnen seit vielen Jahren hier: Aphrodita Trapp mit ihrem Mann Karsten und ihren Kindern Malik (8) und Shirin (11) kritisieren, dass es zwischen Eichwald und Einkaufszentrum keinen Fußgängerüberweg gibt.

Wer vom Eichwald zum Einkaufszentrum an der Heiligenröder Straße im Kasseler Stadtteil Bettenhausen möchte, der hat ein Problem. Er muss nämlich eben diese Straße überqueren.

„Oft stehen hier ältere Menschen, die einfach nicht wissen, wie sie auf die andere Seite kommen sollen, weil sich gerade im Feierabendverkehr ein Auto an das nächste reiht“, sagt Aphrodita Trapp. Aber eigentlich geht es jedem so: „Selbst wenn ich die Straße zum Glascontainer überqueren will, dann ist das immer ein Risiko“, sagt Trapp.

Die Verbindungsstrecke zwischen Leipziger und Dresdener Straße wird oft als schnelle Alternative zur Autobahnauffahrt genutzt. Viele erledigen hier nach Feierabend Einkäufe. In den letzten Jahren haben sich neben der Tank- und Rastanlage unter anderem Discounter, Drogeriemärkte und Restaurants angesiedelt.

Aber das ist nicht das einzige Problem. Zahlreiche Ein- und Ausfahrten von privaten Grundstücken machen den Bereich zwischen Dresdener Straße und Gecksbergstraße besonders unübersichtlich. Zuletzt ist die breite Ausfahrt vom Nahversorgungszentrum direkt gegenüber der Gecksbergstraße hinzugekommen.

„Ich wohne jetzt schon fast 20 Jahre hier im Eichwald und der Verkehr ist an dieser Stelle immer schlimmer geworden“, sagt Aphrodita Trapp. Es gäbe so oft Unfälle, dass man das Gefühl habe, manch einer wisse nicht, wer hier überhaupt Vorfahrt habe – und das seien eben nicht die, die aus den Ausfahrten herausfahren.

Mittlerweile sind die beiden Kinder der Trapps groß genug, um auch mal alleine Einkaufen zu gehen oder sich Kleinigkeiten von ihrem Taschengeld zu kaufen. „Aber ich habe einfach Sorge, so wie die Autos hier fahren“, sagt sie. Und auch die Kinder haben Angst. Bereits seit Jahren sei die gefährliche Stelle in Bettenhausen Thema im Ortsbeirat, aber von Seiten der Stadt Kassel habe sich bislang nichts getan. Damals habe es geheißen, dass eine Ampel an der Stelle unter anderem zu teuer sei, erinnert sich Trapp. Daher käme nur ein Zebrastreifen oder eine Querungsinsel infrage. Warum kann man es nicht einfach mal mit einer temporären Ampellösung versuchen, fragt sich Trapp.

Von der Stadt Kassel heißt es: Für den Bereich werde eine Entwurfsplanung aufgestellt. Diese beinhalte eine Querungsinsel für Fußgänger zur Erleichterung der Überquerung der Heiligenröder Straße in Höhe Bunte Berna.

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