Entwicklungskonzept: Projekte für vier Stadtteile

Unten Parkplätze, oben Büros: Der geplante, sieben Millionen Euro teure Neubau an der Ellenbacher Straße in Bettenhausen wird über der Parkebene aufgeständert und bekommt oben ein Staffelgeschoss. Computerillustration: BPG Bau + Plan Bremen

Kassel. Im Kasseler Osten soll sich in den kommenden Jahren einiges bewegen. Die Stadt Kassel hat ein Entwicklungskonzept für die vier Stadtteile Bettenhausen, Forstfeld, Unterneustadt und Waldau aufgestellt.

Annette Spielmeyer vom Kasseler Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht- und Denkmalschutz stellte es bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Bettenhausen vor. „Das Konzept spannt sich über alle Lebensbereiche der Bevölkerung und soll die Lebensqualität der Menschen, die hier leben, verbessern“, sagte Spielmeyer.

Wohnungsmarkt, Städtebau und die Weiterentwicklung der Gewerbeflächen sind demnach ebenso Themen wie Kultur und Bildung, Gesundheitsförderung sowie soziale Strukturen. 70 konkrete Vorhaben haben die Planer für den Aufschwung Ost entwickelt. Wann es los geht, steht noch nicht fest. Zunächst muss das Konzept, das auf die kommenden 15 Jahre ausgelegt ist, von den städtischen Gremien beschlossen werden. Anschließend können die Fachämter die Vorhaben in die Wege leiten. Der Start hängt auch von der Finanzierung und benötigtem Fördergeld ab.

Die Mitglieder des Ortsbeirates sind geschlossen für das Entwicklungskonzept. Ortsvorsteher Enrico Schäfer (SPD) hob hervor, dass sich nicht nur Experten, sondern auch viele Einwohner, Unternehmer und Institutionen an der Ausarbeitung der Ideen beteiligt hätten.

Es gab aber auch Kritik. So hätte sich Alfons Fleer (Grüne) bei der Verkehrsentwicklung eine klarere Ausrichtung auf mehr und bessere Fuß- und Radwege gewünscht. Zudem kritisierte er den mangelnden Schutz vor Überflutungen und nannte den Hochwasserschutz eine wichtige Voraussetzung für die bauliche Entwicklung im alten Ortskern an der Losse. Harry Völler (SPD) konnte die Kritik nicht nachvollziehen. Er vertrat die Auffassung, dass sowohl für die Radwege als auch für den Hochwasserschutz genug getan werde. Das Konzept bestehe aus vielen kleinen und ein paar größeren Projekten, „durch die sich das Image und die Ausstrahlung des Stadtteils verändern wird“, sagte Völler.

Annette Spielmeyer informierte den Ortsbeirat auch über den aktuellen Stand des geplanten Neubaus eines Bürogebäudes, das, wie berichtet, auf einer Grünfläche zwischen Spangenberger und Dresdner Straße entstehen soll. Mehrere Anwohner hatten in einem Schreiben an die Stadt den Erhalt der Grünfläche gefordert.

Ein Anliegen, das laut Spielmeyer wohl keinen Erfolg haben wird. „Dafür gibt es keine rechtliche Grundlage“, erklärte sie. Das geplante, dreigeschossige Bürogebäude an der Ellenbacherstraße wird über der Parkebene aufgeständert und soll maximal 15 Meter hoch werden. Das Flachdach wird begrünt. (pmi)

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