Gastronomie soll zur Weltkunstausstellung für Besucher öffnen

Biergarten unter Beuys-Bäumen: Hallenbad Ost auch als documenta-Standort im Gespräch

Im Schatten des Kulturdenkmals: Der Biergarten am Hallenbad Ost soll während der documenta durchgängig geöffnet sein. Repro: KM Architekten
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Im Schatten des Kulturdenkmals: Der Biergarten am Hallenbad Ost soll während der documenta durchgängig geöffnet sein.

Die Sanierungsarbeiten am ehemaligen Hallenbad Ost sind weitgehend abgeschlossen. Im Außenbereich entsteht zukünftig ein Biergarten, der zur documenta durchgängig öffnen soll.

Die meisten Mieter, darunter eine Arzt- und eine Zahnarztpraxis, ein Stadtplanungsbüro und das Gastro-Unternehmen Pacos Tacos mit einer Experimentierküche sind bereits eingezogen oder werden dies in Kürze tun. Auch das Architekturbüro KM Architekten, das das Gebäude 2018 nach langem Leerstand erworben hatte, hat bereits seine neuen Räume dort bezogen.

Derzeit laufen die Arbeiten im Außenbereich. Dort wird zukünftig ein Biergarten entstehen, der vorwiegend für Events genutzt werden soll. Nach HNA-Informationen gibt es Gespräche über eine 100-Tage-Gastronomie anlässlich der documenta im kommenden Sommer. Der Biergarten, der in dieser Zeit durchgängig öffnen soll, könnte dann passenderweise zwischen den jetzt wieder 17 Beuys-Bäumen entstehen.

In dieser Woche wurde nämlich auf dem Gelände ein Beuys-Baum nachgepflanzt, der zuvor gefällt werden musste. Bei der Neupflanzung handelt es sich um eine Robinie. Für die Robinie habe man sich entschieden, weil sie besser an den fortschreitenden Klimawandel angepasst sei, erklärt Volker Schäfer vom Umwelt- und Gartenamt. Bei den Beuys-Bäumen handelt es sich nicht ausschließlich um Eichen. Die gut 400 Kilogramm schwere Basaltstele, die alle Beuys-Bäume kennzeichnet, wurde vom Bauunternehmen Luckhardt aus Bad Zwesten mithilfe eines Baggers in die Erde gelassen.

Im Außenbereich entsteht ein Biergarten unter Beuys-Bäumen: Nach HNA-Informationen ist das Hallenbad Ost auch als documenta-Standort im Gespräch. Auf unserem Bild wird der Baum von Dirk Wickert (links) und Steve Luckhardt eingepflanzt.

Auch Volker Schäfer von der Stiftung 7000 Eichen war zu der Pflanzung gekommen. „Man könnte sagen, die Pflanzung war vorab zum 100. Beuys Geburtstag am 12. Mai“, sagt Marc Köhler vom Architekturbüro KM Architekten.

Köhler und seine Kollegen Thomas Meyer und Keivan Karampour haben in den Umbau des Denkmals vier Millionen Euro investiert. Ob der 3000 Quadratmeter große Bau im kommenden Sommer auch zum Standort der documenta werden könnte, dazu wollten sich weder die Eigentümer noch die documenta schon äußern. Dass in dem Kulturdenkmal zukünftig auch kleinere Kulturevents wie beispielsweise Lesungen stattfinden könnten, das hatten die Architekten bereits seit Längerem angekündigt. Das könne man sich neben Tagungsveranstaltungen in der Innenhalle vorstellen.

Die documenta will 2022 einen Schwerpunkt auf den Kasseler Osten legen, das hatte Generaldirektor Sabine Schormann bereits bestätigt. Unter anderem sollen die Gelände von Hübner an der Königinhof- und der Agathofstraße von der Weltkunstausstellung genutzt werden. Das Unternehmen zieht nach Waldau um.

Ein Termin im vergangenen Dezember, an dem unter anderem das Vorhaben der documenta offiziell vorgestellt werden sollte, war wegen des Corona-Lockdowns ins Frühjahr verschoben worden. (Kathrin Meyer)

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