Umfahrung für Lastwagen auf Gelände gebaut

Bode wächst am Standort Kassel: Angrenzende Fläche angemietet

Werk an der Ochshäuser Straße: Bode beschäftigt am Kasseler Standort in Bettenhausen 900 Mitarbeiter.
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Werk an der Ochshäuser Straße: Bode beschäftigt am Kasseler Standort in Bettenhausen 900 Mitarbeiter.

Die Firma Bode am Standort Kassel wächst weiter. Das Unternehmen produziert Türsysteme für Züge und Busse.

Kassel - Die Firma Bode in Kassel-Bettenhausen hat inzwischen auch die Flächen des angrenzenden ehemaligen Penny-Marktes an der Ochshäuser Straße angemietet. Dort ist bereits eine zusätzliche Logistik- und Produktionsfläche entstanden, und auch die Parkplätze werden von den Bode-Mitarbeitern genutzt. „Das ist notwendig geworden, weil die Zahl der Mitarbeiter in den vergangenen Jahren von 600 auf 900 gewachsen ist“, sagt Thomas Giebisch, Geschäftsführer des Kasseler Standortes.

Zu den 900 Mitarbeitern gehören 80 Leiharbeiter und 46 Auszubildende. Die Anmietung ist erst mal für fünf Jahre vorgesehen, danach gibt es eine mögliche Kaufoption. Die Fläche war früher Eigentum der Firma Bode, das Unternehmen musste sie in Krisenzeiten verkaufen. „Vielleicht können wir dort auch irgendwann einen Ausstellungsraum für unsere Kunden einrichten“, sagt Giebisch. „Dies ist aber noch Zukunftsmusik.“

Bis vor Kurzem stauten sich die Lastwagen für die Anlieferungen und Abholungen zum Teil bis auf die Ochshäuser Straße, sodass es regelmäßig Beschwerden von Anwohnern gab. Bode hat auf dem eigenen Werksgelände eine Umfahrung gebaut, um diese Staus aufzulösen und die Situation zu verbessern. So ist es möglich, dass die Fahrzeuge über das Grundstück die Produktion anfahren können. „Das ist so gut gelöst“, sagt Giebisch. Dort könnten mehrere LKW hintereinander warten, sodass sich kein Rückstau mehr bilde. Auch von Anwohnern habe es keine Beschwerden mehr über den Lieferverkehr gegeben.

Corona hat dem Unternehmen mit Blick auf die Produktion im Bereich Rail keine Probleme gemacht. Anders war es im Bereich Bus und Automotive, dort haben die Werksschließungen der großen Bushersteller auch bei Bode deutliche Spuren hinterlassen. „Während des Lockdowns haben wir im Bereich Rail mit strengem Hygienekonzept durchproduzieren können“, so Giebisch.

Anders im Frühjahr 2019: Im Mai letzten Jahres wurde das Unternehmen schwer von einem Hochwasser getroffen. Der Wahlebach war über die Ufer getreten und die Ochshäuser Straße hinuntergeschossen. Nahezu die gesamten Produktionsflächen von Bode standen unter Wasser. „Mittlerweile sind die meisten Schäden, die das Hochwasser angerichtet hat, beseitigt“, sagt Giebisch.

„Derzeit laufen noch Arbeiten im Kellerbereich, wo Waschräume saniert werden mussten.“ Die Sanierungsarbeiten im Torhaus, wo auch der Empfangsbereich des Standortes untergebracht ist, hätten sich einige Monate hingezogen.

Auch mit Blick auf zukünftige Hochwasser ist Bode gerüstet. „Wir haben eine Art mobile Einsatztruppe, die schnell vor Ort ist und Sandsäcke auslegt, wenn es noch mal brenzlig werden sollte“, sagt der Geschäftsführer. Auch auf dem Gelände sind Sandsackbarrieren errichtet worden. (Kathrin Meyer)

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