Bremer Architekten bauen Weltkriegsrelikt um

Bunker für Musiker entsteht in Bettenhausen

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Bald ein Domizil für Musiker: Der Hochbunker zwischen Dormannweg und Leipziger Straße in Bettenhausen soll künftig Probe- und Veranstaltungsräume beheimaten. Im nächsten Jahr soll der Umbau beginnen.

Der Hochbunker am Dormannweg in Bettenhausen wird mit Musik aus seinem Dornröschenschlaf gerissen. Ein Bremer Architekturbüro will das Weltkriegsrelikt im nächsten Jahr umbauen.

Hinter dicken Betonmauern werden Veranstaltungs- und Proberäume für Musiker entstehen, sagt Rainer Mielke, einer der Inhaber des Bremer Unternehmens Mielke und Freudenberg.

Interessierte Mieter gibt es bereits. „Der Bedarf an Probemöglichkeiten ist auch in Kassel sehr groß“, sagt Mielke. Deshalb habe seine Firma eigentlich auch längst mit dem Umbau beginnen wollen. „Wir haben den Bunker bereits vor drei Jahren vom Bund gekauft. Aber wegen anderer Bunkerprojekte sind wir etwas in Verzug geraten“, so der Architekt.

Das Bremer Unternehmen baut bundesweit Bunker um. Zunächst entstanden vor allem Wohnbunker, nun wurden bereits mehrere Musikbunker realisiert. Für das Projekt in Bettenhausen wurde bereits ein Bauantrag gestellt. Auch das Brandschutzkonzept steht. 

„Sobald die Baugenehmigung vorliegt, können wir loslegen. Für die Bauarbeiten brauchen wir vielleicht ein Dreivierteljahr oder Jahr“, sagt Architekt Mielke. Wenn alles gut laufe, könnte der Umbau Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein.

„Das Projekt wird dem Stadtteil guttun“, glaubt der Unternehmer. Eine Ruhestörung der Anwohner sei wegen der Bunkerarchitektur nicht zu erwarten. Den Umbau in einen Wohnbunker habe die Immobilie nicht hergegeben. Dies liege auch an Denkmalschutzauflagen. In etwa drei Monaten will das Bremer Unternehmen nähere Details zum Musikbunker bekannt geben.

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