Nach Pfändungsdrohung

Dennis Rossing hofft auf Einigung - Neue Pläne für die Salzmann-Fabrik

Ein Bild des Verfalls: Auf dem Salzmann-Gelände stapelt sich der Bauschutt. Eigentümer Rossing will einen Teil später als Recycling-Material wieder nutzen. Foto: Koch

Kassel. Salzmann-Eigentümer Dennis Rossing hofft, sich mit dem Regierungspräsidenten (RP) noch gütlich über den Bauschutt auf dem Gelände des Industriedenkmals in Bettenhausen einigen zu können. Außerdem arbeitet der Investor nach eigenen Angaben an einer neuen Nutzung des Geländes.

„Ich möchte eine rechtliche Auseinandersetzung vermeiden“, erklärte Rossing auf HNA-Anfrage. Es handele sich um alte Ziegelsteine und Abbruchmaterial, das bei künftigen Bauvorhaben auf dem Gelände wieder verwendet werden soll. Der Bauschutt sei keine Gefahr für die Umwelt und enthalte keine problematischen Altlasten. Es sei ihm nicht zuzumuten, das Abbruchmaterial jetzt teuer entsorgen zu müssen, obwohl es künftig noch auf dem Gelände an der Sandershäuser Straße als Recycling-Material genutzt werden könnte. Dafür will Rossing beim RP um Verständnis werben.

Lesen Sie auch:

Salzmann-Schutt: Rossing will sich mit Regierungspräsidium einigen

Nachdem in den vergangenen acht Jahren drei Bauvorhaben zur Rettung des Industriedenkmals gescheitert sind, arbeitet Rossing nach eigenen Angaben „mit Hochdruck“ an einem neuen Nutzungskonzept für Salzmann. Ein großes Einkaufszentrum in der historischen Fabrik hatte die Stadt abgelehnt. Pläne für den Bau einer Multi-Veranstaltungshalle für 10 000 Besucher scheiterten an mangelnder Wirtschaftlichkeit. Zuletzt hatte Rossing versucht, mit Hilfe der Stadt und dem Bau eines technischen Rathauses das Industriedenkmal als Büro- und Dienstleistungszentrum wiederzubeleben. Auch das ging daneben. „Ich wurde aus dem fahrenden Zug geworfen“, sagt Rossing.“

Lesen Sie hier über das Salzmann-Gelände im Regiowiki

Jetzt arbeitet der Investor nach seinen Angaben an einer Nutzung des Geländes und der beiden denkmalgeschützten Ziegelbauten mit 20 000 Quadratmetern Fläche für 240 Studenten-Appartements. Auch die Kulturinitiativen sollen wieder Platz in der alten Fabrik finden. Zusammen mit dem Ausbau von Büros sowie Einkaufsläden hofft Rossing, dass sich das neue Konzept rechnet. Es gebe Kaufinteressenten für das Salzmann-Gelände, sagt Rossing, aber auch diese seien auf ein funktionierendes Nutzungskonzept angewiesen. Ob das Industriedenkmal verkauft wird oder ob die Bad Hersfelder Rosco-Gruppe selbst einen neuen Anlauf zur Rettung von Salzmann nimmt. (ach)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.