Kulturdenkmal für vier Millionen Euro instandgesetzt

Die ersten Mieter ziehen ein: Sanierung des Hallenbades Ost bald abgeschlossen

Seit Kurzem ist das Gerüst ab: Die imposante Bauhausfassade des ehemaligen Hallenbades Ost in Bettenhausen ist jetzt wieder deutlich zu erkennen. KM Architekten hatte die denkmalgeschützte Immobilie 2018 nach langem Leerstand erworben.
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Seit Kurzem ist das Gerüst ab: Die imposante Bauhausfassade des ehemaligen Hallenbades Ost in Bettenhausen ist jetzt wieder deutlich zu erkennen. KM Architekten hatte die denkmalgeschützte Immobilie 2018 nach langem Leerstand erworben.

Vor gut zwei Jahren haben die Kasseler Architekten Marc Köhler, Keivan Karampour und Thomas Meyer das denkmalgeschützte Hallenbad Ost gekauft. Seitdem hat sich an und in dem Gebäude unweit des großen Kreisels viel getan.

Im Januar ziehen jetzt die ersten Mieter in das frühere Schwimmbad in Bettenhausen. Darunter sind unter anderem das Architekturbüro KM Architekten selbst, ein Zahnarzt, ein Stadtplanungsbüro und die Verwaltung der Kasseler Restaurantkette Paco’s Tacos. Bis zum Frühjahr sollen alle Mieter eingezogen sein. „Dann ist das Kulturdenkmal auch voll vermietet“, sagt Marc Köhler.

Ob er und seine Kollegen zu irgendeinem Zeitpunkt bereut haben, in das Kulturdenkmal zu investieren? „Nein, definitiv nicht“, sagt Köhler. Und auch sein Kollege Keivan Karampour, der die Bauleitung innehat, kann das nur bestätigen. Vier Millionen Euro haben die drei Architekten in das Hallenbad Ost investiert. Seit Kurzem ist auch das Gerüst abgebaut und die markante aus Backsteinen gemauerte Bauhausfassade wieder zu erkennen. Die ursprünglichen Fensterbänder sind erhalten worden.

Hölzerner Kubus: Auf der Fläche des ehemaligen Schwimmbeckens entsteht aus Holz ein Raum, der unter anderem für Besprechungen genutzt werden kann.

Ein breiter Weg, der neu gepflastert worden ist, führt durch eine Grünfläche mit Beuys-Bäumen direkt auf den Haupteingang des ehemaligen Schwimmbads zu. „Für viele der Mieter sind unter anderem die zentrale Lage und die optimale Verkehrsanbindung ausschlaggebend gewesen“, sagt Köhler.

Das Schwimmbecken ist in seiner Form noch zu erkennen. Auch die originalen Fliesen in Türkis erinnern noch an die frühere Funktion des gut 3000 Quadratmeter großen Baus. „Und das soll auch so bleiben“, sagt Marc Köhler. „Der Charme des alten Bades soll deutlich zu erkennen sein.“ Aus seiner Sicht werde oft vorschnell entschieden, alte Gebäude abzureißen. Die Sanierung der historischen Bauten habe einen ganz besonderen Reiz, zudem sei ein Neubau oftmals weitaus teurer als die Instandsetzung.

Auf der Grünfläche im Innenhof ist ein Biergarten geplant, der dann eben auch für Events mit genutzt werden kann. Künftig sollen nämlich neben Tagungen auch kleinere Veranstaltungen mit bis zu 200 Personen wie zum Beispiel Lesungen im Hallenbad Ost stattfinden.

Auch für die nächste documenta soll das Kulturdenkmal nach HNA-Informationen im Gespräch sein. (Kathrin Meyer)

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