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Großbrand in Kassel-Bettenhausen: Schaden bis zu einer Million Euro

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Von: Florian Hagemann, Sebastian Lammel, Kathrin Meyer, Jens Nähler, Marie Klement

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Kassel. Ein Großfeuer in einem Lager- und Werkstattkomplex im Kasseler Stadtteil Bettenhausen hat einen Schaden zwischen 750.000 und 1 Million Euro verursacht.

Aktualisiert um 17.44 Uhr - Erst um 5:25 Uhr wurde der Großbrand in einem Hinterhof zwischen Eichwaldstraße und Am Sälzerhof gelöscht. Dieser war am Mittwoch gegen 19.30 Uhr ausgebrochen. Zunächst hatte nur eine Gartenhütte gebrannt, die Flammen griffen dann aber schnell auf eine angrenzende Lagerhalle über.

Die in der Nacht zu Donnerstag evakuierten 30 Anwohner konnten mit Ausnahme eines Paares am Morgen in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Wohnung des Paares wurde bei dem Feuer an der Eichwaldstraße komplett zerstört. Das Sozialamt der Stadt Kassel kümmert sich um die Unterbringung.

200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW waren im Einsatz. Am Morgen war noch immer ein Löschfahrzeug vor Ort, um mögliche Glutnester aufzuspüren, die das Feuer neu entfachen könnten. 

Die Brandermittler des für Brände zuständigen Kommissariats 11 der Kasseler Kripo waren heute mehrere Stunden an der Brandstelle eingesetzt, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Konkrete Hinweise erlangten sie dabei aber zunächst nicht. Die Ermittlungen gehen daher weiterhin in alle Richtungen.

Die Brandausbruchsstelle konnte laut Polizei bislang nur eingeschränkt lokalisiert werden. Aus den derzeitigen Zeugenbefragungen und Brandspuren am Tatort lässt sich schließen, dass das Feuer im Bereich eines Holzpavillons ausgebrochen ist, in dem am Nachmittag noch Anwohner verweilten.

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Bewohner benachbarter Häuser mussten aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen. Viele von ihnen kamen in der Gaststätte Fosters Garden unter. © Hedler

Wegen des Rauches waren die Anwohner der Eichwaldstraße und benachbarter Straßen angewiesen worden, Türen und Fenster vorsorglich geschlossen zu halten. Messungen der Feuerwehr haben jedoch keine Schadstoffe in der Luft nachgewiesen.

15 Anwohner wurden ambulant vom Rettungsdienst behandelt. Außerdem verletzte sich ein Feuerwehrmann. Er knickte um und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da das Löschwasser durch die Dämmplatten nicht an den Brandherd vordringen konnte. Grund waren mehrere auf das ursprüngliche Flachdach errichtete Dachkonstruktionen. Mit einem Bagger wurden Teile des Daches eingerissen, um an die letzten verdeckten Brandstellen zu kommen, da das Gebäude nicht von innen betreten werden konnte.

„Dies war ein extrem kräftezehrender Einsatz“, erklärte Ingo Happel-Emrich, Pressesprecher der Stadt Kassel, am Donnerstag. Wegen des Brandrauches mussten die Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten arbeiten - und das bei hochsommerlichen Temperaturen, da es auch in der Nacht kaum abgekühlt hatte.

„Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Einsatzkräften für ihre Leistungen bei diesem schwierigen Einsatz in der vergangenen Nacht“, erklärte Kassels Brandschutzdezernent Christian Geselle am Vormittag.

Einen besonderen Dank richtete die Feuerwehr an den Wirt der Gaststätte Fosters Garden: Dieser hatte das Lokal kurzfristig wieder geöffnet, um die evakuierten Personen unterzubringen. Nachdem klar war, dass die Löscharbeiten noch die ganze Nacht andauern würden und die Bewohner erst am Donnerstag zurück in ihre Wohnungen können, wurden vom ASB im Fosters Garden Feldbetten aufgestellt.

Kräfte der Feuerwehr Kassel, mehrerer Feuerwehren aus dem Landkreis Kassel, des Technischen Hilfswerks Hofgeismar, des Rettungsdienstes sowie des Betreuungszuges des Katastrophenschutzes waren im Einsatz. Das Wohngebiet rund um die Eichwaldstraße musste über mehrere Stunden weiträumig abgesperrt werden.

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Luftfoto des Brandes in der Eichwaldstraße gegenüber der Losseschule. © Franz Kröger / http://nordhessenvonoben.de

Aktuelle Informationen von unseren Reportern vor Ort gibt es auf Kassel Live.

Karte: Hier ist das Feuer ausgebrochen

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