Besonderes Akustikkonzept

Fachwerk als ruhige Oase: Restaurant öffnet am Leipziger Platz in Bettenhausen

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Inspiriert vom Fachwerkhaus: Georges Koch und Alberto Jaber zeigen das fertige Restaurant „Fachwerk“ in Bettenhausen.

Es ist sehr ruhig im neuen Restaurant „Fachwerk“ am Leipziger Platz in Bettenhausen. Das liegt am neuen Akustikkonzept, das Betreiber Georges Koch in dem Lokal umgesetzt hat.

„Mir ging es dabei darum, dass die Mitarbeiter sich wohlfühlen und gerne hier arbeiten“, sagt er. Das würde sich auch auf die Gäste übertragen.

Die Fachwerkfüllung zwischen den Balken, die Decke und die Jalousien seien so gemacht, dass sie möglichst viel Schall absorbieren. Ein vertikales Beet mit 500 Maigrünpflanzen vor dem Restaurant sorge außerdem dafür, dass der Lärm von der viel befahrenen Leipziger Straße nicht im Gebäudeinneren ankomme und der Feinstaub gebunden würde. Dafür wurden die Grünpflanzen an einer Art Mauer übereinander angepflanzt. Offiziell eröffnet das „Fachwerk“ am Sonntag, 1. September, mit einem Brunch. Allerdings hat es bereits jetzt den Probebetrieb, wie Koch es nennt, aufgenommen.

Platz für 84 Gäste

Derzeit hat das Restaurant von 7.30 bis 18 Uhr geöffnet, in Zukunft sollen die Öffnungszeiten auf 6 bis 22 Uhr ausgeweitet werden. Der Innenraum bietet Platz für 84 Gäste, außerdem gibt es einen Außenbereich.

Die Nachbarschaft zum Fachwerkhaus war nicht nur namensgebend für das Restaurant, sondern trug auch maßgeblich zum Gestaltungskonzept bei. „Die Balken sind genauso angeordnet wie im Fachwerkhaus nebenan und die Fenster im vorderen Teil, die wir als Dekoration in die Wand eingelassen haben, stammen sogar direkt von drüben“, erzählt Koch.

Das Fachwerkhaus, das derzeit saniert wird, habe an der Leipziger Straße gestanden wie bestellt und nicht abgeholt. Koch wollte es besser in die Umgebung integrieren.

Köche unterschiedlicher Nationen

Der Garten und die Begrünung sollen vom Fachwerkhaus ausgehend das Restaurant wie zwei Arme umschließen. „Wir haben elf Bäume gepflanzt und 200 Quadratmeter Grünfläche geschaffen“, sagt Koch. Bei der Bepflanzung sei wichtig gewesen, dass der Garten möglichst immer grün und besonders gut für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge ist.

„Auf der Speisekarte ist für jeden etwas dabei“, sagt Alberto Jaber, der für das Küchenkonzept zuständig ist. Unter dem Motto „Menschen vom Fach am Werk“ arbeiten zwei Köche aus Nordvietnam, einer aus Bulgarien, einer aus dem Libanon und eine Köchin aus Deutschland zusammen. Jeder von ihnen hat Rezepte aus der jeweils landestypischen Küche mitgebracht – darunter auch vegetarische und vegane Gerichte.

Die Lebensmittel sollen regional eingekauft werden. „Natürlich ist das nicht bei allen Lebensmitteln möglich, aber wir bemühen uns, dass die Alternativen trotzdem aus nachhaltigem Anbau stammen“, sagt Koch.

Wollen Kochkurse anbieten

Er wünscht sich, dass die neue Gastronomie ein Treffpunkt für die Menschen und Vereine im Viertel wird.

Neben dem regulären Betrieb wollen die Betreiber samstags auch Kochkurse anbieten. Am Samstag, 31. August, findet beispielsweise der „Kochkurs mit Wildkräutern“ statt, der in Zusammenarbeit mit dem Verein „Essbare Stadt Kassel“ veranstaltet wird. Die Kurse sollen später nicht vom Fachwerk selbst organisiert werden. „Wir würden unsere Küche für die Events zur Verfügung stellen“, sagt Koch.

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