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Rundgang durch ehemalige Salzmann-Fabrik: Hier soll bald Leben einziehen

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Von: Bastian Ludwig

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Er ist optimistisch: Dennis Rossing ist sich sicher, dass es diesmal mit der Belebung seines Denkmals klappt. Hier steht er in einem der Oberlichtsäle. © Andreas Fischer

Kassel. Wenn Dennis Rossing durch die Salzmann-Fabrik läuft, dann lässt er Bilder entstehen: Ein Restaurant mit großen Panoramascheiben in der heutigen Durchfahrt zum Hof, Hochzeitsfeiern im historischen Sitzungssaal und Mieter, die von ihrer Dachterrasse über ganz Kassel blicken können.

Der Eigentümer des Baudenkmals in Bettenhausen plant derzeit die Sanierung und den Umbau seiner gut 100 Jahre alten Immobilie. 500 Wohnungen sollen auf dem Areal entstehen.

Der Bad Hersfelder Unternehmer, der das Industriedenkmal 2006 gekauft hatte, achtet inzwischen ziemlich genau auf seine Worte. „Ich habe viel gelernt in Kassel“, sagt er mit Blick auf die in den vergangenen Jahren immer wieder gescheiterten Pläne für eine Umnutzung des Gebäudes. Diesmal will er nichts versprechen, was er nicht halten kann. So sagt er zum Baustart: „Ich will das Bauleitverfahren der Stadt abwarten.“ Erst danach könne er die Baugenehmigung beantragen.

Er hoffe allerdings, dass dies noch vor dem Winter über die Bühne gehe. Denn jeder weitere Winter schade der Bausubstanz. Und die ist ohnehin angegriffen – vor allem durch Vandalismus. „Ich schätze, der Wertverlust der Immobilie in den vergangenen Jahren liegt bei 500.000 Euro“, sagt Rossing. Um weitere Schäden zu vermeiden, sind derzeit Bauarbeiter dabei, das Dach, Fenster und Türen zu schließen.

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Hier sollen Wohnungen entstehen: In dem großen Oberlichtsaal der Salzmann-Fabrik sollen Mietwohnungen mit zwei Etagen entstehen. Unter den Oberlichtern wird der Flur verlaufen, der zwischen den Wohnungen liegt. © Andreas Fischer

Den historischen Gebäudeteil will Rossing in Eigenregie umbauen. Geplant sind bezahlbare Mietwohnungen. Der Investor spricht von 8,50 bis 8,90 Euro pro Quadratmeter. Anderthalb Jahre Umbauzeit hält er für realistisch. Wobei ihm daran gelegen sei, möglichst viel von der historischen Substanz zu erhalten. So soll der kleinere der beiden Oberlichtsäle im Obergeschoss für Veranstaltungen öffentlich nutzbar bleiben. Gleiches gilt für den historischen Sitzungssaal. In dem größeren Oberlichtsaal sollen Wohnungen entstehen, wobei der Flurbereich zwischen den Wohnungen durch die Oberlichter erhellt wird.

Die sechs freien Baufelder auf dem 40.000 Quadratmeter großen Areal, die im Bebauungsplan vorgesehen sind, sollen durch Investoren mit Leben gefüllt werden. Er sei mit mehreren Interessenten im Gespräch. Ob dort Miet- oder Eigentumswohnungen entstehen, will er den Investoren überlassen.

Zwischen den Häusern plant Rossing zwei kleine Parkanlagen. Zudem soll ein Biergarten entstehen. Das Kesselhaus ist für eine Kita vorgesehen.

Rossing ist sich sicher, dass seine Vision diesmal Wirklichkeit wird. Die Nachfrage nach Wohnungen sei groß und schon jetzt gebe es Anfragen.

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