Die Koch-Klinik in Kassel bleibt erhalten

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Krankenhaus im Kasseler Osten: Die Klinik Dr. Koch war 2010 von den Diakonie-Kliniken übernommen und Anfang 2012 nach Verlegung der Geburtshilfe und Frauenheilkunde aus dem Diakonissen-Krankenhaus als Frauenklinik neu eröffnet worden.

Kassel. Die Klinik Dr. Koch wird als einziges Krankenhaus östlich der Fulda erhalten bleiben. Die Frauenklinik zieht in den Vorderen Westen.

Wie berichtet, wird das Rot-Kreuz-Krankenhaus (RKH) die Immobilie an der Pfarrstraße in Bettenhausen im Sommer nächsten Jahres von den Agaplesion Diakonie Kliniken (DKK) übernehmen und diese für die medizinische Versorgung von Patienten nutzen. Die dort derzeit untergebrachte Frauenklinik wird wie geplant im Juli 2016 mit den Abteilungen Frauenheilkunde, Geburtshilfe und vorgeburtliche Medizin in das neu gebaute Diakonissen-Krankenhaus in den Vorderen Westen ziehen.

Der Verkauf des Gebäudes an das Rot-Kreuz-Krankenhaus werde am 27. April notariell besiegelt, sagte der Geschäftsführer des RKH, Michael Gribner. Den Verkaufspreis verrieten die Vertragspartner nicht. Nur so viel: „Wir sind auf beiden Seiten guter Dinge und zufrieden“, so Gribner.

Koch-Klinik als Übergansstandort

Die Diakonie-Kliniken hatten die einstige Belegarzt-Klinik Dr. Koch 2010 für einen einstelligen Millionenbetrag erworben und für rund 1,3 Mio. Euro ausgebaut und erweitert. Während der Bauarbeiten im Vorderen Westen brauchte man die Koch-Klinik als Übergangsstandort für die Frauenklinik. Jährlich kommen hier knapp 2000 Babys zur Welt.

Michael Gribner

In dem Krankenhausgebäude sind derzeit rund 80 Betten, sechs Kreißsäle, ein Operationssaal für Kaiserschnitte sowie drei weitere Operationssäle untergebracht. Es könne direkt bezogen und betrieben werden, sagte DKK-Geschäftsführer Jens Wehmeyer in einem gemeinsamen Informationsgespräch. Wie das Rot-Kreuz-Krankenhaus das Gebäude der Koch-Klinik künftig nutzen wird, sei noch nicht spruchreif, sagte Gribner. Es gebe natürlich Konzepte und denkbar seien auch neue Angebote. Hier werde man sich sowohl mit den Mitarbeitern als auch mit dem hessischen Sozialministerium eng absprechen. Gribner: „Das Rot-Kreuz-Krankenhaus wird bei den Schwerpunkten bleiben, die es bislang hatte.“ Den Bereich Geburtshilfe werde man nicht wiederbeleben.

Entlastung für Patienten

Das Wachstum in den vergangenen Jahren habe am Standort Wehlheiden die Räume eng werden lassen. Mit dem künftig zweiten RKH-Standort Koch-Klinik werde man eine Entlastung sowohl für die Patienten als auch das unter Parkplatzmangel leidende Quartier erreichen.

Gribner hob die gute Zusammenarbeit der Kasseler Kliniken hervor. Diese erlaube es umso mehr, auf die hektischen Anforderungen des Gesetzgebers im Gesundheitsbereich erfolgreich zu reagieren und die Patienten in der Region gut zu versorgen.

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