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Kommentar zum Salzmann-Gelände: Schutt ist Nebensache

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Von: Jörg Steinbach

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Kassel. 20.000 Tonnen Abriss-Schutt lagern auf dem Salzmann-Gelände. Das Kasseler Regierungspräsidium (RP) will, dass Noch-Eigentümer Dennis Rossing die Schuttberge beseitigt. Rossing verklagt nun das RP. Ein Kommentar dazu von HNA-Redakteur Jörg Steinbach.

Die Schuttberge auf dem Salzmann-Gelände sind stumme Zeugen des Scheiterns. Seit Jahren gelingt es nicht, das hochrangige Denkmal Kasseler Industriekultur in Bettenhausen angemessen zu sichern und eine neue Nutzung hinzubekommen. Pläne für ein Einkaufszentrum, eine große Multifunktionshalle für Sport, Konzerte sowie Veranstaltungen und zuletzt für ein technisches Rathaus sind nacheinander allesamt gescheitert.

Lesen Sei dazu auch: 

- Bauschutt auf dem Salzmann-Gelände: Rossing klagt gegen das RP

- Weitere Artikel, Fotos und Videos zum Salzmann-Gelände finden Sie hier.

Salzmann-Eigentümer Dennis Rossing kehrt Kassel jetzt den Rücken und hat einen Käufer gefunden, der auf dem Grundstück in Bettenhausen bis zu 400 Wohnungen errichten will. Es ist die vermutlich letzte Chance, die historischen Ziegelbauten an der Sandershäuser Straße zu erhalten. Der Streit darüber, wer letztlich den Bauschutt wegräumt oder bei Bauvorhaben wiederverwendet, ist deshalb Nebensache. Entscheidend ist, dass im Rathaus jetzt die neuen Wohnungsbau-Pläne nach Kräften unterstützt werden. Sonst wird es nicht mehr lange dauern, bis auch das Denkmal bloß noch Schutt ist.

E-Mail an den Autor:  ach@hna.de

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