Reste kosten extra

Platz für über 300 Gäste: Das ist das neue Restaurant Phoenix in Kassel

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Größtes mongolisch-chinesisches Restaurant in der Region: Phoenix-Inhaberin Lina Lin (Zweite von rechts) mit einem Teil ihres Teams (von links) Xen-Shung, Annett und Idana. Insgesamt kochen und bedienen 15 Mitarbeiter.

Asiatisches Essen lockt täglich mehrere hundert Gäste nach Bettenhausen. Dort hat der größte Chinese der Region eröffnet: Das Restaurant Phoenix mit 323 Sitzplätzen.

Mitte November war das mongolisch-chinesische Restaurant an den Start gegangen. Um den gastronomischen Großbetrieb ans Laufen zu bringen, wurde auf Werbung verzichtet, damit der Ansturm nicht zu groß wurde. Trotzdem standen die hungrigen Gäste Schlange. „Viele haben auf die Eröffnung gewartet“, sagt Inhaberin Lina Lin.

Die 33-Jährige spricht perfekt Deutsch mit leicht österreichischem Akzent. Im Alter von sechs Jahren kam sie mit ihrer Familie aus der chinesischen Stadt Wenzhou südlich von Shanghai in die Steiermark und nach Wien. Später ging es weiter nach Kassel. Hier betreibt die Familie bereits seit Jahren mit großem Erfolg ein Restaurant in der Innenstadt. „Ich kann Steirisch sprechen, aber dann versteht mich hier niemand“, schmunzelt sie.

Reste kosten extra

Gerichte heißen „Tanz des Drachenschwanzes“ oder „Ente im Obstgarten“, aber der Renner ist das Buffet. Das gibt es mittags ab 9,90 Euro und abends ab 15,90 Euro. Jeder kann sich so oft bedienen, wie er mag. Vollgehäufte Teller, die nicht aufgegessen wurden, mag die Wirtin aber gar nicht. Solche Teller werden dann extra berechnet, auch wenn das manchen Gästen nicht gefällt. „Das ist eine Frage der Moral“, ist Lina Lin überzeugt.

An der fernöstlichen Dekoration hat sie selbst Hand angelegt. Zum Beispiel hat sie in tagelanger Arbeit tausende geschliffene Kristallkügelchen an unterschiedlich langen, durchsichtigen Fäden an die Decke gehängt. Die Kügelchen bilden mitten im Restaurant an der Kreuzung Dresdener Straße/Speeler Weg einen imposanten Drachen. Die Inneneinrichtung des 600 Quadratmeter großen Gastraums haben Designer aus Asien erdacht.

Frisch zubereitet

Was hat das alles gekostet? „Viel mehr als geplant war“, sagt Lina Lin. Eine Zahl will sie nicht nennen. Von einer siebenstelligen Investitionssumme für den Neubau darf man getrost ausgehen.

Zur Erlebnisgastronomie im Phoenix Wok & Grill gehört ein mongolisches Teppanyaki. Vom Buffet wählen die Gäste die frischen Rohprodukte. Die werden dann von Spezialitätenköchen auf speziellen Grillplatten vor den Augen der Restaurantbesucher frisch zubereitet und am Tisch serviert. Es geht um frische, zart gegarte Zutaten und asiatische Gewürze, erklärt Lina Lin. Die Buddhistin will zudem Gastfreundschaft bieten, die in Asien einen hohen Stellenwert hat. Nur mit hoher Qualität der Speisen und gutem Service ist ein Restaurant dieser Größe erfolgreich zu betreiben, ist die Chefin überzeugt: „Wir hoffen auf viele Gäste und vor allem auf Stammgäste.“

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