Bis zu 500 Wohnungen sollen errichtet werden

Industriedenkmal Salzmann: Baubeginn von Wohnungen wohl im Jahr 2019 

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Salzmann wie gemalt: Der Hobby-Fotokünstler Klaus Stawinski (76) aus Niestetal zeigt mit seinen verfremdeten Fotografien einen anderen Blick auf das Industriedenkmal im Stadtteil Bettenhausen. 

Kassel. An den neuen Plänen zur Rettung des Industriedenkmals Salzmann in Bettenhausen wird eifrig gearbeitet. Am 27. August wird der Magistrat über das Vorhaben von Eigentümer Dennis Rossing beraten. 

Er will die im Jahr 2015 gescheiterten Baupläne aufgreifen und für knapp 80 Millionen Euro bis zu 500 Wohnungen auf dem Salzmann-Areal errichten. 

Am 24. September wird die Stadtverordnetenversammlung über eine erneute Offenlegung der Planung entscheiden. Das sei notwendig, damit alle Betroffenen Stellung nehmen können zu den leicht veränderten Bauvorhaben, sagte Annette Spielmeyer vom Stadtplanungsamt in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Bettenhausen. Bis dahin soll auch der städtebauliche Vertrag mit Investor Dennis Rossing unter Dach und Fach sein. Die Stadt wolle erreichen, dass 25 Prozent der neugebauten Wohnungen auf dem Salzmann-Areal als preisgünstige Sozialwohnungen vermietet würden.

Der von Rossing angestrebte Baustart noch in diesem Herbst sei aus der Sicht der Stadt schwierig, erklärte die Stadtplanerin. Realistisch scheine ein Baubeginn Anfang 2019. Seit die Wiesbadener BHB Bauwert Holding 2015 wegen zu großer Risiken die Notbremse gezogen hatte, war die Zukunft des 37.000 Quadratmeter großen Areals einmal mehr ungewiss.

Rossing hatte die bereits weit fortgeschrittene Planung 2017 gekauft und will nun mit der Bad Hersfelder Rosco-Gruppe das Vorhaben mit eigenem Geld und weiteren Investoren stemmen. Freilich sollen nicht mehr wie einst geplant Luxusimmobilien gebaut werden, sondern bezahlbarer Wohnraum.

Salzmann Fabrik Kassel: Parkhaus mit bis zu 700 Autostellplätzen

Im städtischen Bauamt wird das neue Vorhaben seit Herbst 2017 begleitet. Der Konflikt zwischen geplantem Wohnen an der Sandershäuser Straße und dem dort ansässigen Gewerbe, der damals mit ein Auslöser für die BHB-Absage gewesen war, gilt als gelöst. Geplant sind im neuen, Salzmann Höfe genannten Wohnquartier, neben Wohnungen zudem ein Hotel- und Boardinghouse-System, um Appartements für einige Monate zu mieten, Senioren-Wohnen mit altersgerechtem Dienstleistungsangebot, eine Gastronomie sowie eine Kindertagesstätte im alten Kesselhaus auf dem Gelände.

In einem Parkhaus an der Agathofstraße sollen bis zu 700 Autostellplätze geschaffen werden, im Quartier wird es deshalb keine Parkplätze am Straßenrand geben. Auf dem Parkhaus-Dach will Rossing möglicherweise noch Räume für ein Fitness-Studio schaffen. Und auch Kulturschaffende sollen wieder Platz finden in den historischen Salzmann-Gebäuden.

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