Investor Rossing hofft, dass Arbeiten in diesem Jahr starten

Salzmann-Gelände in Bettenhausen: Feinabstimmung braucht noch Zeit

Salzmann-Fabrik in Bettenhausen
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Verfällt immer mehr: Die frühere Salzmann-Fabrik in Bettenhausen steht seit vielen Jahren leer. Zahlreiche Pläne für eine Sanierung und Nutzung des denkmalgeschützten Bauwerks scheiterten.

Wann geht es endlich los auf dem Salzmann-Gelände? Wirkt sich Corona möglicherweise auf die Pläne von Investor Dennis Rossing aus? Fragen, die man sich nicht nur in Bettenhausen stellt.

Kassel - Im März hatten die Kasseler Stadtverordneten grünes Licht für die Baupläne für das Gelände des Industriedenkmals gegeben. Investor Dennis Rossing hatte eigentlich bereits im ersten Quartal mit dem 80 Millionen Euro teuren Projekt beginnen wollen. Dann allerdings kam der Corona-Lockdown, und bislang tut sich noch nichts auf dem Gelände an der Sandershäuser Straße.

Der Investor habe zuletzt seine konkreten Pläne für die Nachnutzung des sogenannten L-Flügels und das geplante Parkhaus präsentiert, Bauanträge wurden bislang aber noch keine eingereicht, heißt es auf Nachfrage von der Stadt Kassel.

„Ja, es liegt an uns“, sagt Investor Dennis Rossing. Die Stadt habe alle ihre Pflichten vorbildlich erfüllt. Man befinde sich gerade noch in der Vorbereitung. Die Nachfrage nach Wohnraum sei weiterhin groß, da ändere das Coronavirus nichts dran.

„Wir stecken ganz viel Herzblut in die Planungen“, sagt Dennis Rossing. „Auf dem Salzmann-Gelände soll Kassels schönstes Wohnquartier entstehen, und die Feinabstimmung braucht noch ein wenig Zeit.“ Rossing rechnet damit, dass in Kürze die Vorarbeiten auf dem Gelände beginnen können. Sein Ziel ist es, noch in diesem Jahr mit den konkreten Arbeiten für das Projekt zu beginnen: „Mir wäre am liebsten, wir würden eher heute als morgen anfangen“, so Rossing.

Die Bad Hersfelder Rosco-Gruppe plant auf dem Gelände Wohnungen und einen Hotelkomplex. Ebenso soll im Bereich der Agathofstraße ein Parkhaus mit 600 Plätzen entstehen. Nach eigenen Angaben will der Investor keine Luxusimmobilien, sondern 500 bezahlbare Wohnungen in unterschiedlicher Größe schaffen. Die Bestandsbauten umfassen 20 000 Quadratmeter, die Neubauten eine ähnlich große Fläche.

Neben dem Bebauungsplan gibt es für das Gelände auch einen städtebaulichen Vertrag. Darin verpflichtet sich Rossing unter anderem, das historische Gebäude nach den Vorgaben des Denkmalschutzes zu erhalten, Raum für kulturelle Nutzung zur Verfügung zu stellen und bei den Neubauten einen entsprechenden Anteil an Sozialwohnungen und eine Kindertagesstätte zu schaffen.

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