Gerichte zum Nachkochen für Zuhause

Thailändisch fürs Homeoffice: Kasseler Imbiss bietet jetzt Kochboxen an

Hatten gemeinsam die Idee, Gerichte als Kochboxen anzubieten: (von links) Gojko Savic, Waldemar Semenkin und André Willer.
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Hatten gemeinsam die Idee, Gerichte als Kochboxen anzubieten: (von links) Gojko Savic, Waldemar Semenkin und André Willer.

Ein Kasseler Imbiss bietet jetzt einige seiner Gerichte als Kochboxen zum Nachkochen für zu Hause an. Die Idee entstand, um beim Mittagessen im Homeoffice Zeit zu sparen.

Die Idee kam Waldemar Semenkin, André Willer und Gojko Savic im vergangenen Jahr. Semenkin und Willer sind seit vielen Jahren Stammgäste im Thai-Imbiss Isarn in Bettenhausen, der von Savic betrieben wird. „Ich habe Gojko deshalb schon immer gefragt, ob ich seine Gerichte nicht zuhause mal nachkochen kann“, sagt Semenkin. Aber gerade bei thailändischen Gerichten sei der Aufwand groß. „Und es kommt vor allem auf die Gewürze an. Die hat man nicht mal eben zuhause“, sagt Gojko Savic.

So entstand die Überlegung einige Gerichte vom Thai Isarn unter dem Namen „Thai für Zwei“ als Kochboxen anzubieten. Man kauft also nicht das fertige Gericht, sondern die Zutaten, die schon vorbereitet abgepackt sind und kocht zuhause anhand der beigelegten Anleitung selbst. In 15 Minuten soll das Essen fertig sein, versprechen die Unternehmer.

Ganz ohne Rezept: Thailändische Gerichte aus der Kochbox

Der Hauptgrund: Viele Freunde von ihnen arbeiteten durch die Pandemie derzeit im Homeoffice. Meist fehlt mittags aber die Zeit zu kochen, sodass oft auf Fertiggerichte zurückgegriffen wird. „Dieses in Coronazeiten allgegenwärtige Problem, hat unsere Pläne vorangetrieben“, sagt Semenkin. Mit dem Inhalt der Kisten, die die Größe eines Schuhkartons haben, kann man die entsprechenden Gerichte der Speisekarte ganz einfach nachkochen, versprechen Semenkin und Willer, die Savic bei der Entwicklung des Projektes unterstützt haben. Das Gemüse, das regional gekauft wird, ist bereits geschnitten. Das Fleisch allerdings nicht, „weil sonst die Qualität leidet“, erklärt Savic.

Die Zutaten werden vakuumiert und verpackt. „Mehr Arbeit haben wir dadurch kaum“, sagt Gojko Savic. „Wir hatten schon vor der Pandemie einen gut genutzten Außer-Haus-Verkauf, der hat durch Corona jetzt noch zugenommen.“ Aber seine Gäste im Restaurant bewirten zu können, vermisst der Wirt natürlich trotzdem. In den Kochboxen, die es auch nach Ende der Pandemie weiter geben soll, bietet er derzeit zwei Gerichte an, drei weitere sind in Planung.

Zum einen gibt es Phad Ba Mie: Das sind Gebratene Eiernudeln mit Gemüse und Sojasoße. Das zweite ist Savics Lieblingsgericht: das Massaman-Curry mit Kokosmilch, Zwiebeln, Süßkartoffeln und Erdnüssen. Beide Gerichte gibt es vegan, vegetarisch und auf Wunsch mit Hühnchen-, Schwein- oder Rindfleisch. Die vegetarischen und veganen Kochboxen mit Inhalt für zwei Personen gibt es für 9,90 Euro, mit Fleisch kosten die Gerichte zum Selbstkochen 12,90 Euro.

Der Inhalt der Kochboxen ist nach Angaben der Unternehmer im Kühlschrank drei Tage haltbar. Zukünftig wollen sie auch einen Lieferservice anbieten, der die Kochboxen mehrmals die Woche direkt nach Hause bringt. (Kathrin Meyer)

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