Häufung in Bettenhausen

Abgemeldete Fahrzeuge auf Parkstreifen: Viel Ärger um Schrottautos in Kassel

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Ohne Nummernschild abgestellt: Dieser Fiat steht schon seit Längerem an der Sandershäuser Straße vor der Salzmannfabrik. 

Immer wieder sorgen Schrottautos im Stadtgebiet für Ärger. 2019 musste die Stadt bereits 30 abgemeldete Fahrzeuge entsorgen.

Besonders häufig findet man Fahrzeuge, die ohne Kennzeichen irgendwo abgestellt werden, in Bettenhausen. Vermutlich, weil dort viele kleinere Autohändler angesiedelt sind.

„Besonders ärgerlich ist es, wenn Gebrauchtwagenhändler nicht angemeldete Autos aufgrund ihres begrenzten Platzes auf dem Betriebsgelände im öffentlichen Raum abstellen“, sagt der Bettenhäuser Ortsvorsteher Harry Völler. Aber auch Autobesitzer, die sich ihres Fahrzeugs entledigen wollen, lassen es oftmals einfach an der Straße stehen.

Allerdings muss man unterscheiden zwischen nicht mehr fahrbereiten Schrottautos und abgemeldeten Gebrauchtwagen. Der Unterschied ist allerdings oftmals nicht ersichtlich. Generell gilt: Autos ohne Nummernschilder dürfen auf öffentlichen Flächen im Stadtgebiet nicht abgestellt werden.

Wenn der Stadt ein solches Auto auffällt, dann wird es mit einem orangefarbenen Zettel versehen. Der Halter wird daraufhingewiesen, dass er das Fahrzeug innerhalb einer bestimmten Frist zu entfernen hat. Passiert das nicht, wird das Auto vom Ordnungsamt abgeschleppt. Die Kosten dafür werden dann nachträglich vom Halter eingefordert.

„Notwendig wären öfter stattfindende Kontrollen durch die Stadt“, sagt Ortsvorsteher Völler. Aber auch die Hilfe von Anwohnern, die nichtangemeldete Fahrzeuge dem Ordnungsamt melden, würde die Situation verbessern.

Die Örtlichkeiten, an denen häufiger „Schrottautos“ festgestellt werden, werden vom Ordnungsamt verstärkt kontrolliert. 36 Mal musste die Stadt 2016 Autos entsorgen. 2017 waren es 53 Schrottautos, 2018 waren es 56 Fahrzeuge, die die Stadt entfernen musste. Den Halter zu ermitteln gestaltet sich laut Stadt Kassel oft schwierig und kann mehrere Wochen dauern.

Durch die Anbringung der orangen Aufkleber besteht eine hohe Erfolgsquote, dass die Autos beseitigt werden, heißt es von der Stadt. Es gebe jedoch auch leider immer wieder Personen, die gerade diese Fristsetzungen ausnutzen. 2017 musste die Stadt in 15 Fällen für die Kosten aufkommen. 2018 waren es sieben Fälle, in denen der Halter nicht ermittelt werden konnte. Teilweise würden die Verfahren aber noch laufen, so ein Stadtsprecher.

Hier stehen besonders oft Schrottautos:

  • Ölmühlenweg
  • Königinhofstraße
  • Eichwaldstraße
  • Lossestraße
  • Johann-Sebastian-BachStraße
  • Mendelssohn-Bartholdy-Straße
  • Holländische Straße
  • Friedrich-Wöhler-Straße
  • Schwanenweg
  • Am Sälzerhof

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