Bettenhausen, Forstfeld, Unterneustadt und Waldau

Viele Veränderungen im Kasseler Osten: Das ist geplant

Herausragendes Vorhaben des Entwicklungskonzepts für den Kasseler Osten: Auf dem Salzmann-Gelände im Stadtteil Bettenhausen sollen 450 Wohnungen entstehen. Luftbild: Schachtschneider/Charterflug Knabe

Kassel. Nach mehr als zwei Jahren liegt das Entwicklungskonzept für den Kasseler Osten vor. Besonderheit: Das Werk stellt erstmals eine Leitlinie für gleich vier Stadtteile dar.

Dazu gehören Bettenhausen, Forstfeld, Unterneustadt und Waldau. Inklusive Anhang ist der Entwurf rund 360 Seiten stark und liegt den Stadtverordneten in der Sitzung am heutigen Montag, 20. Juli, zur Beschlussfassung vor.

„Mit dem Entwicklungskonzept Kasseler Osten liegt nun erstmalig ein handlungsorientiertes Stadtentwicklungskonzept für einen Verbund aus vier Stadtteilen vor, das gemeinsame, aber auch jeweils stadtteilbezogene Zielsetzungen formuliert“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne). An der Ausarbeitung haben sich seit dem Jahr 2012 diverse Gremien und Experten sowie Bürger und Kinder beteiligt (siehe Hintergrund).

70 Einzelmaßnahmen 

Das Konzept umfasst 70 Einzelmaßnahmen und 13 Modellprojekte. Einerseits sind eine Reihe davon auf die jeweiligen Stadtteile bezogen (siehe Bericht rechts). Andererseits werden Ziele, Strategien und Maßnahmen stadtteilübergreifend für den gesamten Kasseler Osten formuliert - das sind:

• die Sozialraumanalyse

• die Stärkung und der Ausbau sozial- und bildungsbezogener Netzwerkstrukturen

• die Modellregion Inklusive Bildung Kassel

• die Schaffung von Grünlandflächen und die Klima-Verbesserung (Abbau von Wärmeinseln, Stärkung von Durchlüftungsschneisen)

• die Förderung des Gesundheitsschutzes und die Schaffung von Sport-, Spiel- und Bewegungsangeboten (etwa Familiensportplatz und Jugendfreizeitplatz)

• die Stärkung der Nahmobilität durch eine Fuß- und Radwege-Offensive

• die Minderung der Belastung durch den Autoverkehr

• der Aufbau einer Kultur- und Imageoffensive.

Mit Beschluss der Stadtverordneten wird das Entwicklungskonzept zum Planungsinstrument. Für die nächsten 15 Jahre sollen sich Politik und Verwaltung daran orientieren und die Ziele weiterentwickeln. Zudem bildet das Konzept die Grundlage für Anträge, um an Fördergeld aus dem Europäischen Strukturfonds und aus Städtebauprogrammen von Bund/Land zu gelangen.

Überblick der für die jeweiligen Stadtteile genannten Ziele und Strategien: 

Unterneustadt:

Im Stadtteil sollen die Barrieren überwunden und die Vernetzung zur Innenstadt und zur Universität gestärkt werden. Im Norden sollen Bereiche belebt und so der Sprung über die Fulda als gemischtes Quartier in Innenstadtnähe geschafft werden.

Bettenhausen: 

Für den Stadtteil werden soziale und bildungsbezogene Schwerpunkte gesetzt. Drei Modellprojekte zielen auf die Belebung von Quartieren und Gewerbebrachen ab - am Leipziger Platz sowie am Hallenbad Ost und am Salzmann-Gelände. Zudem wird Bettenhausen Pilotstandort für das Modellprojekt Inklusive Bildung.

Forstfeld: 

Der Wohnstandort soll durch Bestandssanierung (in der Steul-Siedlung bereits begonnen) und durch ergänzende Wohnangebote gestärkt werden. Die Mitte des Stadtteils soll attraktiver werden.

Waldau: 

Hier werden die Ziele im Handlungsfeld Wohnen/Wohnumfeld gesehen. Wohnungen in der Breslauer, Görlitzer und Liegnitzer Straße sollen kostengünstig, energetisch und barrierearm saniert werden. Der Ortsbeirat bittet um zwei Ergänzungen: eine Querungsmöglichkeit für Radfahrer und Fußgänger zum Messegelände sowie einen Radweg an der Südseite der Brücke über die B83.

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