Bewährungsstrafe nach Überfall auf Drogendealer

Kassel. Im Prozess gegen drei junge Männer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren, die einem Dealer Geld und Drogen geraubt haben, wurden zwei Angeklagte zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Das Verfahren gegen den mutmaßlichen Hauptakteur wurde abgetrennt, in dieser Sache verhandelt die 6. Strafkammer am Montag weiter. Die drei Angeklagten hatten die Tat gestanden, deshalb wurde über den Hergang vor Gericht nicht gestritten. Im Juli vergangenen Jahres kam das Trio gemeinsam auf die Idee, Geldprobleme mit einem Überfall auf einen jungen Mann zu lösen, der in der Szene bekannt war. Er hatte ausgeplaudert, wo er die Einnahmen aus seinen Geschäfte deponiert: in den Festplatten seiner Computer.

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- Einschüchterung ohne Messer?

Ein vierter Beteiligter, der nicht mit auf der Anklagebank saß, klingelte an jenem Tag bei dem Dealer, der daraufhin die Tür öffnete. Als die drei in seine Wohnung stürmten, lief er ans Fenster und rief um Hilfe. Das nützte ihm nichts. Der 20-Jährige warf ihn zu Boden, der 25-Jährige schubste ihn aufs Bett. Dass dabei ein Messer eine Rolle gespielt habe, wie es das Opfer behauptet hatte, bestritt der 25-Jährige, seine beiden Kumpane schwiegen dazu. Beim Durchsuchen der Wohnung fanden sich 3.000 Euro in Scheinen und 300 Euro Münzgeld, außerdem ließ das Trio um die 100 Gramm Marihuana mitgehen. Die Münzen und die Drogen bekam der Helfer, die Scheine teilten die drei unter sich auf. (pas)

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