Sonntag

Feuerwehrverein und THW feiern Jubiläen mit Tag der offenen Tür

Besonderer Schatz des Verein: Den Henschellöschzug gäbe es wohl nicht mehr, hätte der Feuerwehrverein sich damals nicht darum gekümmert. Heute steht er im Technikmuseum. Foto: Privat/nh

Kassel. Das Jubiläum der Kasseler Berufsfeuerwehr war einer der Gründe, warum 1988 der Feuerwehrverein überhaupt ins Leben gerufen wurde. Jetzt feiert der Verein, der 330 Mitglieder hat, selbst 25-jähriges Bestehen.

Zusammen mit dem Technischen Hilfswerk (THW), das ebenfalls einige runde Geburtstage vorweisen kann (siehe unten) gibt es am Sonntag einen Tag der Offenen Tür auf dem gemeinsamen Gelände an der Giesenallee 15. Um das 100-jährige Bestehen der Berufsfeuerwehr gebührend zu feiern, war damals ein Verein für Organisation und zum Sammeln von Spenden gegründet worden. Das darf die städtische Feuerwehr schließlich nicht. „Eigentlich ging es immer ums Finanzielle“, sagt mit einem Schmunzeln Rainer Engel (72), Gründungsmitglied und langjähriger erster Vorsitzender des Feuerwehrvereins, über die Anfänge. Ähnlich war es bei den vier Henschelfahrzeugen aus den 50er- und 60er-Jahren, die der Verein übernahm. Wahrscheinlich wäre der historische Löschzug - der weltweit einzigartig ist - sonst in der Schrottpresse gelandet, denn die öffentliche Hand hatte kein Geld für den Erhalt. Gemeinsam mit Jafka und Feuerwehr wurden die Feuerwehrwagen restauriert und sind heute im Technikmuseum zu bewundern.

Herzlich willkommen: Feuerwehrverein und THW laden für Sonntag zum Tag der offenen Tür auf dem Gelände der gemeinsamen Ausbildungs- und Begegnungsstätte an den Giesewiesen ein. Unser Bild zeigt Gründungsmitglied Rainer Engel und Vorsitzenden Thomas Schmidt vom Feuerwehrverein und Sascha Rüppel, Ortsbeauftragter des THW Kassel. Foto: Rudolph

Ein wichtiges Jahr in der noch jungen, aber ausgefüllten Vereinsgeschichte ist 1993: Damals übernahm der Verein zusammen mit dem THW den ehemaligen Wasserübungsplatz der Bundeswehr an der Fulda, der ehemals von den belgischen Streitkräften errichtet worden war. In ungezählten ehrenamtlichen Arbeitsstunden renovierten die Mitglieder von THW und Feuerwehrverein das Haus und richteten das Gelände direkt am Fuldaufer her. Das heute schmucke grüne, holzverkleidete Haus sei früher kaum mehr als ein Schuppen gewesen, erinnert sich Thomas Schmidt, Vorsitzender des Feuerwehrvereins. THW und Feuerwehr nutzen es jetzt aus Ausbildungs- und Begegnungsstätte. Hier trainieren Aktive und Nachwuchs von Feuerwehren und THW. Für Übungen in der Rauchgasdurchzündungsanlage oder Tauchlehrgänge kommen sogar Feuerwehrleute aus ganz Hessen.

Verdient gemacht hat sich der Feuerwehrverein auch um die Bunkeranlagen im Weinberg, wo seit 2007 Führungen angeboten werden. Das Interesse daran sei nach wie vor hoch, sagt Thomas Schmidt, der auch einer der fünf Bunkerführer des Vereins ist. „Wer einmal drin war, der will meist nochmal wiederkommen.“ Mit Zulauf kennt sich der Verein ohnehin aus: Nach der Gründung mit 27 Mitgliedern vor 25 Jahren liegt die Zahl heute bei 330 - darunter ehemalige und aktive Feuerwehrleute, aber auch Unternehmer, Politiker und Privatleute, denen die Feuerwehr am Herzen liegt.

Kontakt: Thomas Schmidt, Tel. 0175-43 40 226 www.feuerwehrverein-kassel.de

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