Fachleute sind begeistert

Biber zurück in Waldau: Eindeutige Spuren im Naturschutzgebiet entdeckt

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Wird bei uns wieder heimisch: Die Aufnahme des Bibers entstand an der Oder.

Kassel. Es ist eine kleine Sensation, denn seit Jahrzehnten galt der Biber in Kassel als ausgestorben. Jetzt gibt es Beweise dafür, dass der Baumeister unter den Nagetieren in den Waldauer Kiesteichen wieder heimisch geworden ist.

„Wir freuen uns riesig“, sagt Jakob Gruber vom Landesbetrieb Hessen-Forst. Die Lebensbedingungen in den unzugänglichen Bereichen des Naturschutzgebietes in der Nähe der Fulda sind nach Einschätzung von Fachleuten ideal.

Dort haben Naturschützer mehrere gefällte Weiden gefunden, die die markanten Bissspuren der Biber aufweisen. Bis zu 60 Zentimeter dick sind die Stämme.

Wie im Naturfilm

Biber seien streng geschützt, sagt Axel Krügener, der beim Regierungspräsidium für die Kasseler Naturschutzgebiete zuständig ist. Die Tiere dürften nicht gestört oder gar gejagt werden. Jetzt habe man endlich die Gelegenheit, Spuren von ihnen zu sehen, wie man sie sonst nur aus Naturfilmen kenne.

Wie viele Tiere in den Kiesseen eine Heimat gefunden haben, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich sind sie über den Spessart in Richtung Rhön vorgedrungen. Über die Fulda haben sie sich ausgebreitet.

Das liegt im Trend, denn bundesweit erobert sich der Biber Lebensbereiche zurück. An den Kiesteichen gibt es frische und ältere Stümpfe von Weiden. Die Biber fällen die Bäume so, dass die Kronen ins Wasser fallen und als Nahrungsvorrat auch unter einer Eisdecke noch zur Verfügung stehen.

Von Thomas Siemon

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