Messe fand zum 21. Mal statt

Bike-Expo in der Kasseler Stadthalle zog 2500 Besucher an

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Ein Rad sucht seinen Besitzer: Der zweieinhalbjährige Liam ist mit den Großeltern Daniel und Irmtraud Eger aus Niestetal auf der Bike-Expo in der Stadthalle. Hier probiert er, wie es sich anfühlt, auf einem superleichten Stevens-Kinder-Bike, das weniger als neun Kilo wiegt, zu sitzen. Vielleicht gibt es ja für Liam zum Geburtstag ein Fahrrad.

Kassel. Der große Nachfrage nach Elektrofahrrädern, sogenannten Pedelecs, ist ungebrochen, sagt Torsten Peter von der Gemeinschaft der nordhessischen Fahrradhändler, die für Sonntag zum 21. Mal zur Bike-Expo in der Stadthalle eingeladen hatte.

Stark sei ein weiterer, ganz neuer Trend, der sich auch bei den Besuchern der Fahrradmesse in Kassel zeigte: Sie interessieren sich in immer größerer Zahl für Fahrräder, die Lasten unterschiedlichster Art transportieren können.

Den Trend zum Transportfahrrad kann Andreas Appel von der Firma Pedalwerk in Baunatal bestätigen. „Packster sind groß im Kommen und ein stark wachsendes Segment“, sagt er. Nicht zuletzt immer individuellere Elektromotoren machten es den Fahrern leicht, auch im Mittelgebirge Lasten mit dem Fahrrad zu transportieren. „Wir liefern in einem bestimmten Umkreis sogar unsere Fahrräder mit einem Lastenfahrrad mit Anhänger“, sagt Appel. „Fahrräder können fast alles.“

Insgesamt 2500 Besucher quer durch alle Alterstufen waren am Sonntag auf die Bike-Expo mit ihren 30 Ausstellern, darunter zehn Fahrradhändler, gekommen. Die meisten wollten sich über das Neueste auf dem Markt informieren, mit gleichgesinnten Fahrradfreunden ins Gespräch kommen. Aber viele hatten auch konkrete Vorstellungen. Individuelle Modelle und Sonderanfertigungen sind entsprechend hoch im Kurs.

Fahrradhändler zeigen auf Bike-Expo die neuesten Trends

So etwas ist für Fahrradhändler und -tüftler Helmut Mauer von „Mauers Baikschopp“ in Kassel eine Herausforderung. Er präsentierte auf der Bike-Expo seine neueste Entwicklung, den 1250 Gramm schweren „Baik-Stromer“, einen ausgeklügelten Elektromotor zum Nachrüsten für punktuellen oder dauerhaften Betrieb mit bis zu hundert Kilometern Reichweite. „Wenn der Berg kommt, drück ich einfach auf den Schalter.“ Kostenpunkt: 700 Euro.

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