Ausgabe waren geringer als Zuschüsse

Kassel hat am Hessentag 867.000 Euro verdient

Kassel. Alle Befürchtungen, der Hessentag im Juni könne zu einem Millionengrab für die Stadt Kassel werden, haben sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Unter dem Strich stehe man um 867.000 Euro besser da als geplant, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) am Dienstag.

Das sei nach dem Besucherrekord mit 1,8 Millionen Menschen ein wunderbares Ergebnis.

Unter anderem für die neue Grimm-Welt auf dem Weinberg und die Modernisierung der Königsstraße erhält die Stadt vom Land Hessen Zuschüsse in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Die entsprechende Zusage war die Voraussetzung dafür, dass Kassel kurzfristig als Gastgeber des Landesfestes einsprang. Das sollte eigentlich in Vellmar stattfinden. Wegen erheblicher Bedenken, ob das finanziell zu schultern sei, hatte die Nachbarstadt aber einen Rückzieher gemacht.

Mehr zum Hessentag 2014 in Kassel lesen Sie in unserem Spezial.

In Kassel hatte es eine politische Mehrheit für den Hessentag gegeben, weil der Oberbürgermeister einPlus für die Stadt versprochen hatte. Fünf Millionen Euro werde man ausgeben, 5,5 Millionen Euro bekomme man vom Land. Jetzt fällt die Bilanz noch besser aus. Durch ausverkaufte Konzerte wie das der Toten Hosen und den Einsatz von vielen freiwilligen Helfern sind die Kosten im Rahmen geblieben. So betragen die Ausgaben für die Stadt nur 4,633 Millionen Euro, deutlich weniger als erwartet.

Unter dem Strich habe es sich ausgezahlt, dass man keine teuren Aufbauten machen musste, sagt die Hessentagsbeauftragte der Stadt, Stefanie Herzog. Die nötige Infrastruktur sei durch das Auestadion und die Messehallen vorhanden gewesen, auch auf einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr habe man zurückgreifen können. Vom Hessentag wird Kassel noch länger etwas haben. Die 1,5 Millionen Euro vom Land für die Modernisierung der Königsstraße sollen im Jahr 2015 abgerufen werden.

Von Thomas Siemon

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