Frauen und Männer, die Kassel prägten

Frauen und Männer, die Kassel prägten
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Landgraf Karl: 75 Jahre ist Landgraf Karl (1654 bis 1730) geworden. Auf Schritt und Tritt begegnet man in Kassel den Zeugnissen seines Schaffens. Natürlich hat er die Karlsaue, das Marmorbad und die Orangerie nicht selbst gebaut. Auch die Oberneustadt mit der Karlskirche nicht. Vom Bergpark mit dem Herkules ganz zu schweigen. Das größte Verdienst Landgraf Karls ist, dass er die richtigen Menschen nach Kassel geholt hat. (tos)
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Carl Anton Henschel: Carl Anton Henschel (1780 bis 1861) legte den Grundstein für ein Großunternehmen von Weltruf. Mit der neuen Fabrik am Möncheberg beginnt die Geschichte Kassels als Industriestadt. 1848 wird mit dem Drachen die erste Henschel-Lok ausgeliefert. Viele Tausend folgen. Carl Anton Henschel konstruiert Pumpwerke, Windmaschinen für Hochöfen, Dampfmaschinen, Förderbahnen. Häufig ist er seiner Zeit weit voraus. (tos)
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Sophie Henschel: Die erfolgreiche Unternehmerin (1841 bis 1915) war die erste Frau an der Spitze des Weltunternehmens. Sie rief eine Pensions-, Witwen- und Waisenkasse ins Leben, gründete Schulen, richtete ein Wohlfahrtshaus mit Kindergarten für Arbeiterkinder ein, stiftete eine Entbindungs- und Frauenklinik sowie den Grundstock für das Rot-Kreuz-Krankenhaus und den Bau der Heilstätte für Lungenkranke in Oberkaufungen. (tos)
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Jacob und Wilhelm Grimm: Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Jacob (1785 bis 1863) und Wilhelm (1786 bis 1859) Grimm gehören zu den wichtigsten literarischen Zeugnissen deutscher Sprache. Band 1 erschien am 20. Dezember 1812. 30 Jahre lang war Kassel Lebens- und Arbeitsmittelpunkt der Brüder Grimm. In dieser Zeit leisteten sie die Hauptarbeit an der Märchensammlung. Hier fanden sie wichtige Zuträger, 50 Märchen enthielt die Kleine Ausgabe, die ab 1825 erschien und für Kinder gedacht war. Erst diese Ausgabe machte die Sammlung zu einem überwältigenden Erfolg. Dazu trugen die Illustrationen des Malerbruders Ludwig Emil Grimm bei. In 170 Sprachen wurden Grimms Märchen bereits übersetzt, eine Milliarde Exemplare weltweit bisher mindestens gedruckt. Damit ist die Sammlung das meistverbreitete literarische Werk aus Deutschland. (w.f.)
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Dorothea Viehmann: Sie wurde zur wichtigsten Märchenbeiträgerin der Brüder Grimm. Dorothea Viehmann (1755 bis 1815) wuchs auf der heutigen Knallhütte (Hütt-Brauerei) vor den Toren Kassels auf. Da hieß sie noch Pierson, ehe sie mit ihrem Ehemann, dem Schneider Nikolaus Viehmann, nach Niederzwehren zog. Im Jahr 1813 lernte sie die Grimms kennen. Ihnen erzählte die Gastwirtstochter unter anderem vom Aschenputtel. (tos)
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Philipp Scheidemann: Als Henner Piffendeckel schrieb er herrliche Gedichte und politische Traktate in Kasseläner Platt. Als SPD-Politiker machte Philipp Scheidemann (1865 bis 1939) eine ungewöhnliche Karriere. Als Reichstagsmitglied rief er am 9. November 1918 die Republik aus und war für kurze Zeit Reichskanzler. Von 1920 bis 1925 wurde er dann Oberbürgermeister in Kassel. Der gelernte Schriftsetzer starb im Exil. (tos)
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Elisabeth Selbert: Sie gilt als eine der Mütter des Grundgesetzes und als diejenige, die der Gleichberechtigungsartikel zu verdanken ist. Elisabeth Selbert (1896 bis 1986) war Politikerin (SPD) und Juristin. Im Alter von 30 Jahren und als Mutter von zwei kleinen Kindern machte sie auf den zweiten Bildungsweg Abitur und studierte Jura. Nach dem Krieg war sie Stadtverordnete und von 1946 bis 1958 Mitglied des Hessischen Landtags. (tos)
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Denis Papin: Denis Papin (1647 bis 1712) gilt als Wegbereiter der Dampfmaschine. Landgraf Karl holte den Wissenschaftler hugenottischer Abstammung nach Kassel. Dort sollte er die sumpfige Aue trockenlegen. Außerdem arbeitete er an einer frühen Dampfmaschine, die aber erst später in England als Patent angemeldet wurde. Dafür erfand er den Dampfkochtopf mit Sicherheitsventil, der bis heute für kürzere Garzeiten sorgt. (tos)
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Sara Nußbaum: Sie ist dem Tod im Konzentrationslager nur knapp entgangen und wurde 1956 - wenige Monate vor ihrem Tod - zur ersten Ehrenbürgerin Kassels ernannt. Sara Nußbaum (1868 bis 1956) war mit dem Kaufmann Rudolf Nußbaum verheiratet. Sie arbeitete als Krankenschwester in der jüdischen Gemeinde. Nach der Deportation ins KZ Theresienstadt kümmerte sie sich um Typhuskranke. 1945 kehrte sie nach Kassel zurück. (tos)

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