Bischöfe gegen Waffenexporte aus Kassel

Heinz Josef Algermissen

Kassel. Nach dem Lesertreff der HNA mit der Katholischen Kirche (wir berichteten) haben inzwischen mehr als 1000 Menschen die Petition gegen deutsche Waffenexporte in totalitäre Regime unterzeichnet. Das teilt Dechant Harald Fischer von der Katholischen Kirche in Kassel mit.

Prominente Unterstützung bekommt die Aktion auch von der Fuldaer Bistumsleitung: Diözesanbischof Heinz Josef Algermissen, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Dietz und der emeritierte Weihbischof Johannes Kapp haben die Liste jetzt unterschrieben. Bischof Algermissen, der auch Präsident der katholischen Friedensbewegung Pax Christi ist, hatte sich erst kürzlich gegen Waffenlieferungen an diktatorische Regime ausgesprochen. „Diplomatie muss heißen, unsere Werte zu kommunizieren.“

Gerade in Kassel mit den großen Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall sei eine politische Debatte über das Thema notwendig, sagte Dechant Fischer. Diese dürfe sich nicht gegen die Beschäftigten der Unternehmen richten. Es müssten Perspektiven entwickelt werden, wie deren Arbeitsplätze auch ohne Waffenexporte in kritische Regionen erhalten werden könnten. Die Petition fordert den Aufbau ziviler Geschäftsfelder statt der Rüstungsproduktion.

Die Unterschriftenliste, die auf Initiative des Kasseler Friedensforums entstanden ist, wird von weiteren örtlichen Vereinigungen unterstützt. Die Kampagne läuft bis Ende November. Dann soll im Namen aller Unterzeichner die Stadt aufgefordert werden, sich gegen Rüstungsexporte aus Kassel zu wenden. (rud)

Die Liste ist erhältlich über: Katholisches Dekanat Kassel-Hofgeismar, Die Freiheit 2. www.katholische-kirche.de

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