Radweg, Fluchtwege Auestadion, Geld für Museen

Das bleibt vom Hessentag: Radweg, Auestadion, Geld für Museen

Der erste Teil ist fertig: Der neue Radweg in Höhe der Spitzhacke am Fuldaufer gehört zu den Bauprojekten, die durch den Hessentag möglich wurden. Auf unserem Foto ist Heiko Fuhrmann zu sehen. Foto:  Fischer

Kassel. Wenn das Wetter halbwegs mitspielt, dann steht Kassel mit dem Hessentag ein zehntägiges Spektakel mit erwarteten 1,5 Millionen Besuchern ins Haus.

Die Schilder an den Autobahnabfahrten stehen schon, in knapp zwei Wochen geht das Landesfest endlich los. Doch was bleibt, wenn das letzte Konzert vorbei ist und die Stände in den Messehallen wieder abgebaut sind? Außer der Erinnerung sind es einige handfeste Bauprojekte, deren Realisierung es ohne den Hessentag nicht oder sehr viel später gegeben hätte.

Sollte alles nach Plan laufen, muss die Stadt ein Defizit von 5,0 Millionen Euro für das Fest übernehmen. Dafür zahlt das Land 5,5 Millionen Euro für Infrastrukturprojekte in Kassel und vergibt zinsgünstige Darlehen. Den Kasseler Haushalt soll der Hessentag nach dieser Rechnung nicht belasten. Für folgende Projekte wurde und wird das Geld investiert.

Auestadion: Erst durch den Hessentag wird das Auestadion auch zu einer Arena für Konzerte und andere Großveranstaltungen über den Fußball hinaus. Dafür wurden die Fluchtwege aus dem Innenraum erweitert. Außerdem kann man die Metallbarrieren (Wellenbrecher) auf den Stehtribünen mit wenigen Handgriffen abbauen. Nach dem Hessentag bekommt das Aue-stadion einen neuen Rollrasen, der 140.000 Euro kostet und ebenso wie die Videoüberwachung aus dem Budget für das Landesfest bezahlt wird.

Auedamm: Ein Teil des neuen Radwegs zwischen dem Rondell und dem Bereich Spitzhacke/Orangerie ist bereits fertig. Der Rest inklusive des besonders aufwändigen Teilstücks am Rondell soll nach dem Landesfest gebaut werden. Knapp eine Million Euro kostet das Teilstück des viel genutzten Fernradwegs R1.

Wesentlich günstiger ist der Komfortgewinn für die Nutzer der Busse am Auedamm. Die KVG hätte ohnehin die Haltestelle vor dem neuen Auebad erweitert. Jetzt sind auch noch weitere Haltestellen barrierefrei ausgebaut worden. Die Investition in Höhe von 35.000 Euro gehört nicht zum Budget des Landesfestes, die Besucher werden aber davon profitieren.

Stadtmuseum und Grimm-Welt: Der Löwenanteil der Landesförderung geht in Großprojekte wie die Sanierung und den Ausbau des Stadtmuseums sowie für den geplanten Neubau der Grimm-Welt auf dem Weinberg. Bereits abgeschlossen ist die Sanierung des Palais Bellevue.

Nicht auf den ersten Blick zu sehen sind die neuen Stromverteiler in der Innenstadt und in der Aue. „Beim Stadtfest und beim Zissel wird dadurch vieles einfacher“, sagt Manfred Merz, der Hessentagsbeauftragte im Kasseler Rathaus. Etwa 100.000 Euro sind diese neuen Stromanschlüsse wert.

Von Thomas Siemon

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