Fehler von RP-Bußgeldstelle und Polizei: Raser kam davon

Symbolbild Blitzer

Kassel. Die Serie der Blitzer- Pannen in Stadt und Landkreis Kassel reißt nicht ab. Dabei sind der Bußgeldstelle im Regierungspräsidium Kassel, aber auch der Polizei Fehler unterlaufen.

Nachdem die HNA diese Woche berichtet hatte, dass über 70 Autofahrer, die auf der Bundesstraße 7 bei Kaufungen geblitzt worden waren, zunächst falsche Bußgeldbescheide bekommen haben, sind weitere Fälle aus der Stadt und dem Landkreis Kassel bekannt geworden.

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Der 61-jährige Wolfgang Kraft aus Kassel wurde am Donnerstag, 13. Juni, mit seinem Auto geblitzt, als er auf der Fuldatalstraße stadtauswärts unterwegs war. Kraft räumt ein, dass er zu schnell fuhr. Mit 71 Kilometer pro Stunde war der Mann an der Stadtgrenze von Ordnungspolizisten geblitzt worden. Obwohl hier Tempo 50 erlaubt ist, bekam Kraft Anfang Juli von der Bußgeldstelle ein Schreiben, in dem die zulässige Geschwindigkeit an dieser Stelle mit Tempo 30 angegeben wurde. Demnach hätte Kraft seinen Führerschein abgeben müssen.

Michael Conrad, Sprecher des RP, führt das auf einen Übertragungsfehler in der Bußgeldstelle der Behörde zurück. Überall, wo Menschen arbeiten, würden Fehler passieren. Neben Kraft sei ein weiterer Autofahrer von der Panne betroffen gewesen. „Solche Pannen kommen zwei- bis dreimal im Jahr vor“, sagte der Behördensprecher.

Für eine weitere Blitzer-Panne ist die Kasseler Polizei verantwortlich. Das Fehlverhalten eines Polizisten hat dazu geführt, dass ein Raser auf der Autobahn 7 bei Lohfelden ungeschoren davonkam. Der Mann war im Baustellenbereich mit 134 km/h geblitzt worden. Erlaubt war dort aber nur Tempo 80. Weil der Polizist in dem Messprotokoll einen falschen Standort angegeben hatte, erklärte das Amtsgericht Kassel den Bußgeldbescheid am Mittwoch für ungültig.

Von Ulrike Pflüger-Scherb und Peter Ketteritzsch

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