Blue Dancer kehrt ab Frühjahr zurück

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Leuchtende Kunst: Der „Blue Dancer“ soll im nächsten Jahr wieder alle Blicke auf sich ziehen.

Unterneustadt. Das seit Juni eingelagerte Kunstwerk „Blue Dancer“ kann möglicherweise im Frühjahr wieder über der Fulda installiert werden. Die Finanzierung scheint gesichert.

Nach Auskunft von Dr. Arif Ordu, der sich für den Erhalt der Skulptur engagiert, ist die Hälfte der zur Instandsetzung benötigten Summe von 32 000 Euro über Sponsoren zusammengekommen. Die andere Hälfte wolle die Stadt übernehmen.

Im Rathaus sagt Kassels Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen (SPD), wenn die Hälfte der Kosten von privaten Sponsoren übernommen werde, „dann kümmere ich mich um die andere Hälfte.“ Er sei optimistisch, das Geld zur Verfügung stellen zu können.

Kostenvoranschläge einholen

„Wir sind guter Dinge, dass es doch noch klappt“, sagt Architekt Thomas Fischer vom Büro Atelier 30. Das im ehemaligen Fundus-Gebäude an der Karl-Branner-Brücke ansässige Architekturbüro, das auch für die Stiftung Alte Brüderkirche tätig ist, kümmert sich um das Kunstwerk des Kasseler documenta-Künstlers Kazuo Katase.

Die Architekten sind laut Fischer zurzeit dabei, Kostenvoranschläge einzuholen. Zudem prüfe man alle Teile daraufhin, ob sie weiter verwendet werden könnten. Mit ihrem Einsatz, den sie nicht in Rechnung stellen, wollen die Architekten einen Beitrag zur Rettung des auf Zeit angelegten Kunstwerks leisten. Das musste im Juni nach sieben Jahren abgenommen werden. Die für die Instandsetzung benötigte Spendensumme war nicht zusammengekommen. Die Stadt Kassel, der Ortsbeirat Unterneustadt und die Stiftung Alte Brüderkirche hatten sich neben Sponsoren wie dem Unternehmer Hans-Dieter Müller für die Rettung der an einem Drahtseil befestigten Lichtskulptur eingesetzt.

Müller sowie der im ehemaligen Fundus-Gebäude ansässige Dentallaborbetreiber Bernd Hartl, der in der Unterneustadt lebende Mediziner Ordu und andere haben sich nun erneut für das Kunstwerk engagiert. Ebenso die Kasseler Stahlbaufirma Lamparter, die laut Ordu das Stahlseil zur Aufhängung stellen will. Das Kunstwerk soll weitere zehn Jahre hängen. Die jährlichen Wartungskosten sind mit 750 Euro veranschlagt.

„Ich bin sehr froh darüber, dass es am Ende noch klappt“, sagt der Unterneustädter Ortsvorsteher Joachim Schleißing. Der Ortsbeirat hatte eine Benefizveranstaltung zur Rettung des blau leuchtenden Kunstwerks auf die Beine gestellt.

Trotz zahlreicher Sponsoren war aber nicht genug Geld zusammengekommen. Am Ende fehlten zwischen 15 000 und 18 000 Euro.

Von Ellen Schwaab

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