Spender müssen für Entnahme eine Stunde Zeit und Personalausweis mitbringen

Blut ist dringend gefragt

Kassel. Auch in diesen Sommerwochen sind die Vorräte von Blutkonserven knapp. So sind beim Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes bereits Engpässe aufgetreten. Spenden werden deshalb gerade jetzt dringend gebraucht.

Die große HNA-Blutspendeaktion in dieser Woche im Regierungspräsidium bietet Gelegenheit dazu.

Der DRK-Blutspendedienst zum Beispiel benötigt jährlich 250 000 bis 260 000 Blutkonserven, um allein die hessischen Krankenhäuser versorgen zu können. Blut ist trotz des medizinischen Fortschritts bis heute durch nichts zu ersetzen. Es kann nur von Menschen für Menschen gespendet werden. Und der Bedarf an Spenderblut steigt stetig.

Gebraucht werden die Blutprodukte, die zum Teil nur wenige Tage haltbar sind, zum Beispiel für Unfallverletzte, aber auch für Gelenkoperationen sowie Herz-, Nieren- und Knochenmarkstransplantationen. Der größte Teil der Blutspenden (19 Prozent) wird für die Therapie von Krebspatienten benötigt. Und es ist gar nicht schwer, zum Helfer und Lebensretter zu werden. Blutspender brauchen eine Stunde Zeit und ihren Personalausweis. Wer schon einmal gespendet hat, bringt den Blutspendeausweis mit. Und so geht es weiter: • Zunächst füllt der Spender, der am Tag vorher reichlich getrunken haben sollte, einen kurzen Fragebogen zur gesundheitlichen Vorgeschichte aus.

• Es gibt einen kleinen Pikser in den Finger; mit dem Tropfen Blut wird der Wert des roten Blutfarbstoffs bestimmt. Die Körpertemperatur wird mit einem Infrarot-Thermometer im Ohr gemessen.

• Bei einem kurzen Gespräch mit einem Arzt werden Blutdruck und Puls gemessen. Gibt der Arzt das Okay, wird man zu einer bequemen Liege zur Blutentnahme begleitet.

• Nun gibt es einen kleinen Pikser von erfahrenen Mitarbeitern des Blutspendedienstes. Mit einer Hohlnadel wird eine Armvene punktiert und ein halber Liter Blut entnommen. Das dauert ungefähr zehn Minuten. Die Einstichstelle wird mit einem kleinen Druckverband und nach kurzer Ruhepause mit einem Pflaster versorgt - dann ist die Spende schon überstanden.

• Jetzt kann man sich ein Weilchen ausruhen. Dann sollten Sie etwas trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Außerdem sind Sie zu einem reichhaltigen Buffet in die Cafeteria eingeladen.

• Am Ausgang bitte das Dankeschön nicht vergessen: An den ersten drei Aktionstagen gibt es eine Vier-Stunden-Freikarte für die Kasseler Kurhessen-Therme. Wenn Sie bis zum 31. August die Therme besuchen, können Sie sogar fünf Stunden bleiben. Am vierten Tag gibt es dann vom Capitol-Cineplex-Kino Kassel eine Kinokarte für jeden Spender. (hei)

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