Mondfinsternis war am frühen Morgen bei klarem Himmel zu sehen

Super-Blutmond: Die besten Bilder vom Himmelsspektakel über der Region

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Der Mond zwischen den Türmen der Kasseler Martinskirche.

Für dieses seltene Spektakel steht man gern früh in der Kälte auf: Bei klarem Himmel war die totale Mondfinsternis an diesem Montag bestens zu sehen. Wir haben alle Infos zu dem Ereignis. 

Wir haben unseren ursprünglichen Artikel am Montag, 21. Januar, 12.15 Uhr, aktualisiert: Nach der mit 103 Minuten längsten Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts im Juli 2018 konnten Frühaufsteher am Montag, 21. Januar, wieder ein solches Himmelsschauspiel am Firmament erleben. Wir haben die wichtigsten Infos zum Naturschauspiel für Sie zusammengefasst.

Blutmond 21. Januar 2019: Wann tritt der Vollmond in den Kernschatten der Erde?

Das wird um 4.34 Uhr MEZ sein. Der Höhepunkt des Super-Blutmondes kann gegen 6.12 Uhr bestaunt werden - da verdeckt der Schatten der Erde den Mond maximal. Rund eine halbe Stunde später - gegen 6.43 Uhr - ist der Schatten dann wieder verflogen.

Blutmond 2019: Mondfinsternis über der Region

Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 mit dem Turm der Alten Brüderkirche in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 am Fuldaufer mit dem Finanzamt und der Fuldabrücke in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 mit einem Turm der Martinskirche in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Kurz vor dem Ende der totalen Mondfinsternis am 21.01.2019 in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 mit einem Turm der Martinskirche in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 mit den Türmen der Martinskirche in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 mit dem Turm der Kirche St. Elisabeth in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 mit dem Turm der Kirche St. Elisabeth in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 mit den Türmen der Martinskirche in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 mit dem Turm der Kirche St. Elisabeth in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 mit dem Turm der Kirche St. Elisabeth in Kassel; Blutmond; SupermondFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Blutmond, HalverFoto: Sebastian Kroll
Blutmond über Kassel  © Christian Hedler
Der Blutmond am Morgen des 21.01.2019 hinter dem Turm der Brüderkirche in KasselFoto: Christian Hedler
Blutmond über Kassel   © Christian Hedler
Blutmond am Niester Riesen in Nieste bei Kassel  © Rosemarie Kulhoff
Der Mond über Neuental im Schwalm-Eder-Kreis - betrachtet durch ein Newton-Spiegelteleskop und eine Spiegelreflexkamera.  © Jörg Hoos
Der Mond über Neuental im Schwalm-Eder-Kreis - betrachtet durch ein Newton-Spiegelteleskop und eine Spiegelreflexkamera.  © Jörg Hoos

Blutmond 21. Januar 2019: Wie sieht der genaue Zeitablauf für Deutschland aus? 

  • Die partielle Mondfinsternis beginnt: 4.34 Uhr 
  • Die totale Mondfinsternis beginnt: 5.41 Uhr 
  • Höhepunkt der Mondfinsternis: 6.12 Uhr 
  • Die totale Mondfinsternis endet: 6.43 Uhr 
  • Die partielle Mondfinsternis endet: 7.51 Uhr
Blutmond im Juli 2018: Aufgenommen auf dem Feld zwischen Dahlheim und Escherode mit Blick auf Nieste und den Meißner. Einzelbilder von 22.45 Uhr bis 23.19 Uhr. 

Was unterscheidet die Mondfinsternis vom 21. Januar 2019 von der am 27. Juli 2018? 

Zum Blutmond am 21. Januar 2019 tritt das Phänomen des Supermondes hinzu. Hierbei befindet sich der Mond an seiner kürzesten Entfernung zur Erde und erscheint deshalb größer als sonst. Daher nennt man ihn auch Super-Blutmond. Tatsächlich ist der scheinbare Durchmesser des Erdtrabanten dann um 14 Prozent größer als in der von der Erde fernsten Position.

Dieses Video aus unserem Archiv zeigt den Blutmond am 27. Juli 2018:

Was ist ein Blutmond?

Die Erde steht bei einer Mondfinsternis exakt zwischen Sonne und Mond. Dabei wirft der blaue Planet einen Schatten auf den Vollmond. Das rote Licht, das den Mond erreicht, ist Sonnenlicht. Es gelangt durch die Lufthülle der Erde in den Schatten. 

Ebenfalls interessant: Blutregen in Deutschland - Was steckt hinter dem Wetterphänomen?

Gibt es eine Finsternis nur bei Vollmond? 

Ja, wenn der Mond - von der Sonne aus gesehen - hinter der Erde vorbeizieht. Das macht er alle vier Wochen. Doch nicht jedesmal wandert er dabei auch durch den Erdschatten. Weil die Mondbahn leicht zur Erdbahn geneigt ist, zieht er dabei meist etwas ober- oder unterhalb der Achse Sonne/Erde vorbei und wird deshalb voll von der Sonne angestrahlt. Dann ist Vollmond. Kreuzt die Mondbahn jedoch zum Vollmond-Zeitpunkt die Erdbahn, liegen Sonne, Erde und Mond genau auf einer Achse und der Vollmond gerät in den Schatten der Erde - in diesem Fall findet eine Mondfinsternis statt.

Was ist eine partielle Mondfinsternis?

Tritt der Mond auch in den Kernschatten der Erde, wird die Mondfinsternis unübersehbar: Der Erdschatten frisst sich in die Mondscheibe und lässt sie zur Sichel schrumpfen. Jetzt spricht man von einer partiellen Mondfinsternis. Eine totale Mondfinsternis ist es erst dann, wenn die gesamte Mondscheibe in den Kernschatten der Erde eintaucht - wie am 21. Januar 2019. 

Blutmond 21. Januar 2019: In welcher Blickrichtung kann man den Blutmond bei uns am besten sehen? 

Die beste Blickrichtung in Deutschland ist West/Nordwest. Wirklich ideal ist diese Mondfinsternis über Nord- und Südamerika zu beobachten.

Blutmond 21. Januar 2019: Wie kann ich die Mondfinsternis sehen? 

Zunächst einmal gutes Wetter, denn bei wolkenverhangenem Himmel können selbst die besten Teleskope der Sternwarten nichts ausrichten. Sollte die Sicht frei sein, hilft schon ein Fernglas oder auch kleines Opernglas. Um das Himmelspektakel in voller Pracht zu genießen, sollten künstliche Lichtquellen grundsätzlich gemieden werden. 

Tipp: Wer in einem dicht bebauten Wohnviertel oder in einem tieferen Tal wohnt, wird nicht leicht einen geeigneten Platz zur Beobachtung finden. Vielfach reicht es bereits aus, in eine ländliche Gegend am Stadtrand zu fahren, möglichst Richtung Westen: Dann hat man die störende Lichtglocke der Stadt hinter sich.

Blutmond beobachten: Bei klarem Wetter reicht ein Fernglas. 

Blutmond 21. Januar 2019: Wie wird das Wetter?

Die Chancen, den Blutmond am Montag, 21. Januar 2019, zu sehen, stehen nach derzeitigen Vorhersagen recht gut. Die Nacht soll im Raum Kassel klar werden, wie das Portal Wetteronline.de meldet. Allerdings sollte man sich warm anziehen: In der Nacht werden Temperaturen bis zu -7 Grad erwartet.

Blutmond 21. Januar 2019: Welche Sternwarten sind geöffnet?

  • Von 4 Uhr morgens bis 8 Uhr: Volkssternwarte in Fuldatal-Rothwesten, Am Häuschensberg
  • Ab 4 Uhr geöffnet. 4.10 Uhr: Tipps zur Beobachtung der Mondfinsternis, 4.30 Uhr: Beobachtungen mithilfe von vier großen Teleskopen, acht Ferngläsern sowie Video-Liveübertragung, Führungen durch die Labore des Schülerforschungszentrums und eine Laser-Sternbildershow auf der Dachterrasse. Ab 7 Uhr: Mondfinsternis-Frühstück (nur mit Anmeldung): Sternwarte im Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel,  Parkstr. 16, Telefon: Tel., 0561/ 76644971.

Blutmond 21. Januar 2019: Wo noch auf der Welt ist diese Mondfinsternis zu beobachten?

In Mittel-, West- und Nordeuropa, Island, Grönland, Süd-, Mittel- und Nordamerika, dem westlichen Afrika und auf den atlantischen Inseln ist diese Mondfinsternis in ganzer Länge sichtbar. Im westlichen Asien sowie im Osten Europas und Afrikas geht der Mond während oder kurz nach Ende der totalen Phase unter. Noch weiter östlich wie in Kasachstan müssen sich Beobachter mit der ersten partiellen Phase zufrieden geben. 

Japan, Ost- und Südasien sowie Australien, Neuseeland und einige der pazifischen Inseln bekommen von dem Ereignis gar nichts mit. Für Beobachter im mittleren und östlichen Pazifik (Hawaii, Tahiti, Osterinsel) und in Alaska findet die Mondfinsternis in den Abendstunden des 20. Januars statt.

Wie oft gibt es eine Mondfinsternis im Jahr? 

Nur wenn der Vollmond genau durch den Schnittpunkt zwischen Mondbahn und Erdbahn wandert, durch einen der Drachenpunkte, wird er vom Erdschatten getroffen. Das passiert in jedem Jahr zweimal. Daher gibt es jährlich zwei Mondfinsternisse – irgendwo auf der Erde. Etwa zwei Wochen vor oder nach dem Himmelsschauspiel gibt es immer eine Sonnenfinsternis

Schon in einem halben Jahr wird sich der Mond in Mitteleuropa wieder verfinstern: Am 16. Juli 2019. Es wird aber nur eine Teilfinsternis sein, bei der der Mond nicht vollständig in den Erdschatten eintritt. Danach folgen mehrere Halbschatten-Mondfinsternisse, die kaum wahrnehmbar sein. Eine totale Mondfinsternis findet erst wieder in unseren Breiten im Mai 2022 statt.

Blutmond 21. Januar 2019: Wie wurden Mondfinsternisse in früheren Zeiten erlebt?

Eine totale Mondfinsternis mit ihrem roten Blutmond am Nachthimmel hat zu allen Zeiten Menschen fasziniert. Oft wurde sie als Zeichen des drohenden Weltuntergangs gesehen, der abgewendet werden musste. Bekannt ist die Legende der beiden chinesi­schen Hofastronomen Hi und Ho, die es ver­säumten, eine Sonnenfinsternis vorherzu­sagen, und deshalb hingerichtet wurden. Dieses Geschehnis soll sich im Jahr 2128 v. Chr. zugetragen haben. 

In der Antike diente die Mondfinsternis den Astronomen zur Berechnung des Abstands zwischen Sonne und Mond. Dabei ist unter anderen Aristoteles aufgefallen, dass die Erde eine Kugel sein muss. Trotzdem hielt das Wissen die Menschen nicht davon ab zu glauben, dass die Verschattung von Sonne oder Mond ein Zeichen geistiger Finsternis sei. Kurz bevor König Herodes starb, soll eine Mondfinsternis stattgefunden haben. Die Menschen deuteten die Finsternis als Zeichen Gottes. Im Spätmittelalter haben die Seefahrer Entdeckungen gemacht. Mondfinsternisse haben ihnen geholfen, ihre Position auf See zu bestimmen. Dass die Erde eine Kugel war, wusste auch Christopher Kolumbus auf seinem vermeintlichen Weg nach Westindien. Die steinzeitlichen Megalith-Anlage von Stonehenge hätte ebenfalls die Möglichkeit, Finsternisse zu prognostizieren. 

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