Beim Bahn- und Bustüren-Spezialisten läuft es rund

Bode rettet Schaltbau die Bilanz

Kontrolle: Bode-Mitarbeiter Jürgen Köhler mit Türen für die Deutsche Bahn AG. Archivfoto: Malmus / nh

Kassel. Der Kasseler Bahn- und Bustüren-Hersteller Bode hat seiner Münchner Konzernmutter Schaltbau AG gemeinsam mit der Sparte Komponenten erneut die Bilanz gerettet.

Gute Ergebnisse vor allem der Kasseler Türenprofis verhinderten einen noch größeren Gewinnrückgang. Denn das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stürzte im vergangenen Jahr um 24 Prozent auf 27,3 Millionen Euro ab. Immerhin: Das Ebit lag mit einer Differenz von 500 000 Euro geringfügig höher als in der jüngsten Prognose angenommen.

Grund für den Ergebniseinbruch sind nach Angaben des Vorstands Projektverschiebungen im Bereich Bahnübergangstechnik sowie Belastungen aus der Übernahme der spanischen Tochter Alte. Die, ein weiterer Zukauf sowie das gute Bahntüren-Geschäft bescherten der Schaltbau AG ein Umsatzplus von zehn Prozent auf nunmehr fast 430 Mio. Euro. Und dieses Jahr könnte es noch mehr werden. Denn in den Büchern standen Ende 2014 Aufträge im Volumen von 282 Mio. Euro, was einem Plus von 23,6 Prozent entspricht und rein rechnerisch Arbeit für acht Monate bedeutet.

Vorstandssprecher Dr. Jürgen Cammann kündigte trotz der schwächeren Ertragslage eine Heraufsetzung der Dividende von vier Cent auf einen Euro je Aktie an. Er rechtfertigte die aktuelle Entwicklung mit den Kosten für die Internationalisierung der Gruppe. „Wir halten Kurs auf unser Wachstumsziel“, sagte er.

Die Schaltbau AG beschäftigt weltweit mehr als 2600 Mitarbeiter, davon die Hälfte in der Bode-Gruppe und davon wiederum 630 in Kassel, wo im September vergangenen Jahres ein neues Technologiezentrum für drei Millionen Euro eingeweiht wurde.

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