Tausende beim Frühlingsfest der Türkisch-Islamischen Gemeinde am Mattenberg

Börek für die Moschee

Türkische Spezialitäten: Die Frauen der Türkisch-Islamischen Gemeinde hatten stundenlang für das Fest in der Küche gestanden, darunter Birgül Adiyaman, Hava Demirörs, Elveda Demir, Sukran Calkin, Hatice Demir, Hatice Cefinkaya, Ayse Kasli, Esen Tasdemir und Hülya Ceper. Fotos: Koch

Oberzwehren. Orientalische Klänge, starker Tee und türkische Köstlichkeiten in Hülle und Fülle. Die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Kassel-Mattenberg hatte am Wochenende zum dreitägigen Frühlingsfest nach Oberzwehren eingeladen.

Die Besucher ließen sich an den zahlreichen Ständen Köfte (Fleischbällchen), Börek (gefüllte Teigröllchen), süßes Gebäck und frisch gebackenes Fladenbrot schmecken. Der Verkaufserlös ist für die mit Spenden finanzierte Mevlana-Moschee bestimmt, die auf dem Gelände an der Mattenbergstraße entsteht. Der Rohbau ist fertig, auch das über 32 Meter hohe Minarett steht. Für den Ausbau müssen nach Angaben von Architekt Salim Yüksel noch 1,3 Millionen Euro zusammenkommen - über Spenden, Aktionen und Veranstaltungen wie das Frühlingsfest, für das die Frauen der 300 Mitglieder zählenden Gemeinde viele Stunden in der Küche verbracht hatten. Die Gesamtkosten für die Moschee sind mit 2,7 Millionen Euro veranschlagt. „Es ist eine sehr große Leistung, dass wir die Summe für den Rohbau zusammenbekommen haben“, sagte Initiator Abdurrahman Yüksel, der das Konzept für das interreligiöse Zentrum erarbeitet hatte. „Wir sind sehr stolz.“ Und sein Sohn Salim Yüksel ergänzte: „Die Gemeinde ist äußerst motiviert, das Bauwerk so schnell wie möglich zu vollenden.“

Das soll als nächstes vor Wind und Wetter geschützt werden. Fenster und Türen sollen eingesetzt, das Dach gedeckt und die Klinkerfassade angebracht werden. Dann soll der Innenausbau beginnen.

Wer mochte, konnte sich am Wochenende ein Bild vom Baufortschritt machen, an einer Führung durch den Kuppelbau teilnehmen und das Minarett besteigen, während unten das Oberzwehrener Blasorchester spielte. Die Taekwondo-Abteilung des TSV Oberzwehren wollte ebenfalls Kostproben ihres Könnens zeigen, die Vorführung wurde wegen des Regens am Sonntag aber abgesagt. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Schließlich soll das Fest die Menschen näher zueinander bringen. Und das tat es auch. Die Türkisch-Islamische Gemeinde freute sich über die vielen Besucher aus dem Stadtteil. Die Moschee soll ebenfalls ein Ort der Begegnung werden.

„Ich hoffe, dass es ein richtig schönes Stadtteilfest für ganz Oberzwehren wird“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD), der wie Landtagsabgeordneter Uwe Frankenberger (SPD), Ortsvorsteher Eberhard Fedon und Stadtverordneter Bodo Schild (CDU) der Einladung des Vorsitzenden Zeki Demir gefolgt war.

Berührungsängste müsse niemand haben, sagte der zweite Vorsitzende Cihat Adiyaman, der seit 33 Jahren in Kassel lebt, am Rande des Festes. „Wir sind Kasselaner.“

Von Ellen Schwaab

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