380 Kräfte bei aufwendiger Aktion im Einsatz

250-Kilo-Bombe in Kassel: So verlief die aufsehenerregende Entschärfung

Die britische Sprengbombe vom Typ MC 500 ist 250 Kilo schwer. Klicken Sie auf das Kreuz oben rechts, um das ganze Bild zu sehen.
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Die britische Sprengbombe vom Typ MC 500 ist 250 Kilo schwer. Klicken Sie auf das Kreuz oben rechts, um das ganze Bild zu sehen.

Kassel. Die britische Sprengbombe, die am Mittwoch in Kassel gefunden worden war, wiegt 250 Kilo und war mit zwei Zündern ausgestattet. Einer davon war festgerostet.

Eine der aufsehenerregendsten Bombenentschärfungen der Kasseler Nachkriegsgeschichte war am Mittwoch kurz vor Mitternacht glimpflich zu Ende gegangen. Mit 380 Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk sowie 1500 evakuierten Personen zählte sie zu den aufwendigsten Aktionen ihrer Art. 

Der Bombenfund auf dem Baustellengelände der Evangelischen Bank an der Fünffensterstraße hatte nicht nur den Innenstadtverkehr zum Erliegen gebracht.

Erst kurz vor Mitternacht war es einem fünfköpfigen Team aus Kampfmittelexperten gelungen, die 250 Kilo schwere britische Sprengbombe vom Typ MC 500 unschädlich zu machen, die am Mittwochmorgen bei Baggerarbeiten aufgetaucht war. Zunächst war die Feuerwehr von einer 114 Kilogramm schweren Bombe ausgegangen.

Die Bombe war mit zwei Zündern ausgestattet. Einer der Zünder war festgerostet und musste mit einem speziellen Wasserstrahlgerät, das Stahl schneiden kann, entfernt werden, sagte Kampfmittelexperte Winfried Bieker, der für den Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt tätig ist. Dadurch dauerte die Entschärfung auch etwas länger.

Dass sich der Einsatz und die weiträumige Sperrung um den Ständeplatz mehr als zwölf Stunden hinzogen, hatte nach Auskunft der Feuerwehr zwei Gründe: Zum einen benötigten die Einsatzkräfte Zeit zur Vorbereitung und zur Einrichtung der Versorgungsstellen für die Evakuierten. Zum anderen sollte die Ladenschließung abgewartet werden, um das öffentliche Leben nicht noch stärker zu beeinträchtigen.

Die Einsatzkräfte waren zufrieden mit dem Verlauf der Entschärfung. „Die evakuierten Anwohner hatten größtenteils Verständnis“, so Polizeisprecher Torsten Werner.

Im Zweiten Weltkrieg fielen auf Kassel 470 000 englische und amerikanische Bomben. Fachleute schätzen, dass davon bis zu 30 Prozent Blindgänger sind.

Der Oberbürgermeister sagt "Danke"

Oberbürgermeister Christian Geselle und Ordnungsdezernent Dirk Stochla danken den Einsatzkräften. "Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Kassel, aller sieben Freiwilligen Feuerwehren der Stadt, der Katastrophenschutzeinheiten von ASB, DRK und Johannitern, des THWs aus Kassel und Hofgeismar und des Rettungsdienstes sowie der Polizei haben hervorragend kooperiert und für einen reibungslosen und professionellen Einsatzverlauf gesorgt", heißt es in einer Pressemitteilung. Ein besonderer Dank geht an die Experten des Kampfmittelräumdienstes aus Darmstadt. 

Zudem wird das große Verständnis der Bürger hervorgehoben. Die rund 1500 Kasseler, die während der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen mussten, sowie Besucher der Innenstadt haben demnach mit ihrer Reaktion zur zügigen Evakuierung beigetragen.

Blindgänger auf Baustelle am Kasseler Ständeplatz gefunden

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 © Wenzel
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