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75 Jahre Kasseler Bombennacht: Zeitzeugen erzählen von Angst, Flucht und Trümmern

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Von: Lena Wenzel

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Luftbild von Bomber zu Bomber: Zu sehen ist eine amerikanische B  17, die ihre tödliche Fracht zwischen Kaufungen-Papierfabrik (rechts unten) und den Fieseler Werken ablädt.
Luftbild von Bomber zu Bomber: Zu sehen ist eine amerikanische B  17, die ihre tödliche Fracht zwischen Kaufungen-Papierfabrik (rechts unten) und den Fieseler Werken ablädt. © Rau/nh

Kassel. 75 Jahre Bombennacht: Die Erinnerungen an den Bombenangriff am 22. Oktober 1943 auf Kassel haben sich in das Gedächtnis von Zeitzeugen eingebrannt. In unserem Video erzählen sie ihre Geschichten.

Es war 20.21 Uhr, als die ersten Bomben am 22. Oktober 1943 vom Himmel über Kassel fielen. 400 Bomber der britischen Luftwaffe hatten einen Scheinangriff auf Frankfurt geflogen und nahmen dann Kurs auf Norden. Ihr Ziel: Kassel.

Zeitzeugen berichten von einem schönen, warmen Herbsttag. Es war Freitag, der Himmel klar, die Bomber hatten gute Sicht. Mit schweren Luftminen, fast 600 Sprengbomben, 20.000 Flüssigkeitsbrand- und 400.000 Stabbrandbomben zerstörten sie die Kasseler Innenstadt nahezu komplett. Es entfachte ein Feuersturm, in dem 10.000 Menschen starben.

160 Zeitzeugen der Bombennacht meldeten sich

2018 liegt der verheerende Angriff auf Kassel 75 Jahre zurück. Die HNA suchte Anfang des Jahres Zeitzeugen, die von ihren Erlebnissen in der Bombennacht am 22. Oktober 1943 berichten. 160 Menschen haben sich daraufhin gemeldet, viele von ihnen haben mit uns gesprochen.

Diese persönlichen Geschichten erzählen HNA-Redakteure in einer Serie zur Bombennacht, Thomas Siemon schrieb das Buch „Trümmer, Tod und Tränen“ dazu, das im Wartberg Verlag erschienen ist. Jetzt zeigen wir ein Video, in dem die Zeitzeugen schildern, wie sie den Bombenangriff erlebt haben. Sie erzählen von ihrer Angst, der Flucht, Trümmern und Leichen auf dem Königs- und dem Friedrichsplatz.

Frank Sommer-Desmarets hat seinen Vater nie kennengelernt. Er starb in der Kasseler Bombennacht im Jahr 1943. Sein Sohn kämpft nun um die letzte Ehre seines Vaters.

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