Seniorenheim der Caritas: Nach Altbau-Abriss entsteht zweiter Neubau-Teil

St. Bonifatius entsteht neu

60er-Jahre-Bau ist Geschichte: Vom Altbau des Seniorenheims St. Bonifatius an der Bürgistraße sind nur noch Trümmer übrig. An seiner Stelle entsteht der zweite Teil des Neubaus. Im Hintergrund der bereits fertige Gebäudeteil, der schon bewohnt ist. Foto: Koch

Wesertor. Jetzt ist das alte St. Bonifatius-Seniorenheim endgültig Geschichte – und das neue nimmt Gestalt an. Der siebenstöckige Altbau des Caritas-Pflegeheims an der Bürgistraße ist abgerissen worden, nur Trümmer zeugen noch davon. Daneben ist der erste Gebäudeteil des Neubaus schon fertig. 68 Bewohner haben ihn bereits bezogen.

Eine Erinnerung an die Anfänge von St. Bonifatius bleibt jedoch: Bei den Abbrucharbeiten des alten, 1964 erbauten Wohnblocks kam die damals eingemauerte Grundsteinrolle wieder zum Vorschein. Darin befanden sich die Pläne des damaligen Neubaus des Seniorenhauses, eine Hand voll D-Mark-Münzen und die seinerzeit aktuelle Tageszeitung.

In der HNA vom 20. August 1964 ging es unter anderem um den Wiederaufbau des im Krieg teilweise zerstörten Schlosses Wilhelmshöhe. Berichtet wird auch über den 3:1-Sieg des KSV Hessen Kassel über Bayern München - damals spielten die Löwen in der Regionalliga Süd, der zweithöchsten Spielklasse. Im Tor der Bayern, die am Ende der Saison in die Bundesliga aufstiegen, stand der spätere Weltmeister Sepp Maier.

Die Herderschule bekam einen neuen Pavillon mit acht Klassenzimmern, der 480 000 Mark kostete. Und in Duderstadt gab es Ärger um die Zonengrenze, weil Volkspolizisten der DDR die Grenzmarkierung um 30 Meter auf westdeutsches Gebiet versetzt hatten.

Zurück ins Jahr 2013: Wenn der Altbau-Schutt auf der Baustelle an der Bürgistraße geräumt ist, beginnt der Bau des zweiten Gebäudeteils. Er soll im Frühjahr 2015 fertig sein. Dann bietet das Pflegeheim Platz für 106 Bewohner. Den Neubau lässt sich die Caritas als Träger zwölf Millionen Euro kosten.

In dem neuen Haus St. Bonifatius soll auch eine Begegnungsstätte für ältere Menschen aus dem Stadtteil entstehen. Geplant sind unter anderem ein täglicher Mittagstisch, Seniorennachmittage und Begegnungen mit Kindern. Die Räume der Begegnungsstätte sollen auch für Seniorengruppen und private Familienfeiern zu mieten sein. (rud)

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