Dienstag,  20.15 Uhr

Boomtown mit Charme: TV-Themenabend "Kassel" im HR

Der Himmelsstürmer am Kulturbahnhof: Die Skulptur „Man walking to the sky“ stammt von Jonathan Borofsky. Foto: 

Kassel. Längst gilt Kassel nicht mehr als hässliche Nachkriegsstadt, als die sie einst verspottet wurde. Aus diesem Anlass widmet der HR Kassel einen Themenabend.

Spätestens seit dem Artikel „Die Zeit von Berlin, München und Hamburg ist vorbei – bald wollen alle nach Kassel“ (April 2015) in „The Huffington Post“ ist das Potenzial und die günstige Lage der nordhessischen Metropole auch außerhalb Kassels bekannt.

Was die Stadt an der Fulda so anziehend macht, zeigt Nathaly Jahno in der Reportage „Kassel – Boomtown zwischen Herkules und Himmelsstürmer“ (2013) ab 20.15 Uhr. Die Journalistin fällt dabei ein positives Resümee: Ihrer Meinung nach hat Kassel in den vergangenen Jahren an Selbstbewusstsein gewonnen und sich die Etiketten „wirtschaftlich dynamisch“ und „lebenswert“ zu Recht verdient.

Für das neue, selbstbewusste Kassel stehe der „Himmelstürmer“ vor dem Kulturbahnhof, ein documenta-Werk des amerikanischen Künstlers Jonathan Borofsky von 1992. Die Skulptur „Man walking to the sky“ war bei den Kasselern so beliebt, dass sie sogar Spenden sammelten, damit sie in der Stadt bleiben konnte. Doch nicht nur Sehenswürdigkeiten und die kulturelle Vielfalt verhelfen Kassel zu ihrem ganz eigenen Charme. Jahno zeigt weitere Eigenheiten der nordhessischen Stadt. Darunter auch die Leidenschaft der Kasseler für die Kasseläner Mundart und „Ahle Wurscht“.

„Rosen für den Staatsanwalt“ von Regisseur Wolfgang Staudte: Die Außenaufnahmen für den Film entstanden 1959 zum größten Teil in Kassel. Unser Foto zeigt die Hauptdarsteller Martin Held (mit Brille und Hut) und Walter Giller vor dem Hauptbahnhof. Foto:  Archiv/nh

Im Anschluss (ab 21 Uhr) berichtet die Doku „Hollywood an der Fulda – Die kurze Blüte der Filmstadt Kassel“ (2012) von Jörg Adrian Huber über Kassel als Anlaufpunkt für Filmstars der Nachkriegsjahre wie Heinz Rühmann. Dabei werden Filmausschnitte aus „Rosen für den Staatsanwalt“ mit Martin Held und Walter Giller oder „Ohne Dich wird es Nacht“ mit Curd Jürgens und Eva Bartok, die Kassel als Kulisse nutzten, gezeigt. Zu Wort kommt auch Werner Baus, der in seinem kleinen Kinomuseum in Helsa (Kreis Kassel) Filmmaterial aus dem vergangenen Jahrhundert sammelt.

In der Doku „So war das alte Hessen – Kassel“ (ab 21.45 Uhr) aus dem Jahr 2011 wirft Jörg Adrian Huber einen Blick zurück auf die Zerstörung Kassels im Zweiten Weltkrieg. Bei der Bombennacht am 22. Oktober 1943 verloren 10.000 Menschen ihr Leben. Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeugen von dem Ausmaß des Luftangriffs, bei dem die komplette Kasseler Altstadt zerstört wurde.

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