Bouffier: Kühne-Hörmann soll trotz Kritik Stadtverordnetenmandat behalten

Seite an Seite: CDU-Landeschef Volker Bouffier steht an seinem ersten Arbeitstag als Ministerpräsident neben seiner stellvertretenden Landesvorsitzenden Eva Kühne-Hörmann aus Kassel. Archivfoto: dpa

Wiesbaden / Kassel. Der Landesvorsitzende der CDU, Ministerpräsident Volker Bouffier, hat die Kasseler Christdemokraten aufgerufen, nach vorn zu schauen und mögliche Differenzen persönlicher Natur hintanzustellen.

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„Ich bin nicht erfreut darüber, was gerade passiert in Kassel“, sagte Bouffier im Gespräch mit der HNA. Allerdings sei es auch nicht überraschend, wenn in einer Partei Unruhe herrsche nach einem schlechten Wahlergebnis und die Kritik sich an den führenden Köpfen festmache, sagte der Vorsitzende zum Streit um die CDU-Kreisvorsitzende Eva Kühne-Hörmann, die zugleich Hessens Wissenschaftsministerin ist. „Die CDU hat jetzt die Aufgabe, sich in der Opposition zu sortieren, um in fünf Jahren wieder ein starker Mitspieler zu werden. Das erfordert viel Arbeit.“

Die Forderung einzelner CDU-Funktionäre, Kühne-Hörmann solle ihr Stadtverordnetenmandat niederlegen, hält Volker Bouffier für geradezu kontraproduktiv für die Partei.

In Kassel seien alle Landtagsabgeordneten Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und damit bei Themen, die beide Ebenen beträfen, gut vernetzt. Gerade für die Oppositionspartei CDU sei es daher sinnvoll, eine Landespolitikerin, noch dazu eine direkt gewählte, im Stadtparlament zu haben.

Ihre Position als Ministerin sieht Bouffier unberührt von den Querelen in Kassel: „Eva Kühne-Hörmann ist allseits anerkannt für ihre Arbeit als Ministerin und macht diese sehr gut.“ Noch nie habe Kassel so vom Land profitiert wie unter CDU-geführten Regierungen, „das hat auch ganz viel mit Frau Kühne-Hörmann zu tun“, sagte Bouffier unter Verweis auf den Ausbau der Museumslandschaft. (wet)

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