Umbauarbeiten begannen im Frühjahr 2012

Boulevard der Goethestraße offiziell eröffnet

Großzügig: Nach historischem Vorbild ist aus der Goethestraße eine einladende Promenade geworden. Fußgänger, Flaneure, Autofahrer und Fahrradfahrer haben hier Platz. Unser Archivfoto entstand bei Sonnenschein vor wenigen Tagen.

Vorderer Westen. Die Goethestraße hat ein schönes neues Gesicht bekommen. Nach historischem Vorbild ist eine großzügige Promenade zum Flanieren und Verweilen entstanden.

Die Umbauarbeiten hatten im Frühjahr 2012 begonnen, im Jahr zuvor fanden die Erdarbeiten statt, bei denen Leitungen und Rohre verlegt wurden.

Am Freitag wurde das Ergebnis von 27 Monaten Bauarbeiten mit einem Fest gebührend gefeiert. Trotz des Regens feierten die Anwohner und Gäste bis in die Nacht hinein. Die Zeit der Sanierung mit zum Teil starken Einschränkungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer habe sich gelohnt, sagten am Freitag viele. Der Vordere Westen ist um einen einladenden Boulevard reicher.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen ließ es sich aus diesem Anlass nicht nehmen, den Erschaffer des Vorderen Westens, Sigmund Aschrott (1826-1915) zu zitieren, der die Goethestraße, damals Kaiserstraße, als die „imposanteste Straße der Stadt“ bezeichnete.

Auch Stadtbaurat Christof Nolda schwärmte zur Eröffnungsfeier: Man habe dem Verkehr etwas Raum abgerungen zum Flanieren und Wohlfühlen.

Aus zwei, durch einen Grünstreifen getrennte Fahrspuren sind nun klar begrenzte Bereiche für den Verkehr und für die Fußgänger entstanden. Der Umbau von Goethe– und Germaniastraße ist Teil einer umfassenden Neugestaltung des gesamten Straßenzugs einschließlich der Friedrich-Ebert-Straße. Die Sanierung des circa 700 Meter langen Abschnitts Goethestraße hat 8,5 Millionen Euro gekostet.

Auf der Nordseite der Goethestraße, dort wo sich die Gaststätten Boccaccio und Chacal befinden, ist nach historischem Vorbild eine 13 Meter breite Promenade bis zu den Beuys-Bäumen entstanden. Autos und Straßenbahnen teilen sich hier die Fahrbahn. Geparkt wird, von einem Grünstreifen getrennt, am Straßenrand. In beide Richtungen gibt es Radwege.

Bis Ende 2014 soll nun die Friedrich-Ebert-Straße umgebaut werden. Auch dort wird den Fußgängern auf breiten Bürgersteigen mehr Raum gegeben.

Der dem Straßenverkehr abgerungene neue Platz an der Kreuzung Goethe-/Germania- und Olgastraße soll zum Verweilen einladen. Ebenso die vielen Bänke und Spielgeräte für Kinder, sagte der federführende Architekt Andreas Schmidt-Maas vom Kasseler Planungsbüro PLF.

Eine grün leuchtende, 7,50 Meter hohe Lichtstele soll den Platz krönen und eine Blickachse zum Herkules bilden, der vom Boulevard aus gut zu sehen ist.

Von Christina Hein

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