Ortsbeirat: Die Stadt soll weiter Geld bereitstellen

Jugendprojekt: Boxcamp droht das Aus

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Pit Gräber

Nord-Holland. Dem Sport- und Jugendprojekt „Boxcamp“ zur Suchtprävention an der Hegelsbergstraße droht das Aus - ab 2014 wird Geld fehlen, womit eine entscheidende Säule der Jugendsozialarbeit im Stadtteil wegfallen würde.

So berichteten es Christa Diehl-Kahl und Stefan Brieger vom Internationalen Bund (IB) sowie Boxcamp-Trainer Pit Gräber dem Ortsbeirat Nord-Holland während dessen jüngster Sitzung. Der IB ist seit 2000 Träger des 1999 von Lothar Kannenberg gegründeten Boxcamps.

Das Präventionsprojekt der offenen Jugendarbeit sei ein drogen- und gewaltfreier Raum, wo gefährdete Jugendliche Orientierung und ihren Weg finden können, sagte Christa Diehl-Kahl. Stefan Brieger erklärte, Sport und Fitness, Aggressionsabbau, Förderung sozialer Fähigkeiten, Integration straffälliger Jugendlicher seien das Ziel. Aber auch spezielle Angebote für immer mehr Mädchen und junge Frauen biete das Boxcamp.

Die hohe Gewaltbereitschaft vieler Jugendlicher verschiedener Nationen im Stadtteil und dass sie durch Sozialarbeiter nur schlecht zu erreichen sind, war ein Anlass für die Gründung des Boxcamps und dessen erfolgreiche Arbeit, hieß es.

Wegen Kürzung der Finanzen droht dem Projekt nun das Aus. Seit 2000 bezuschusst die Stadt das Boxcamp mit 57 000 Euro, für die Mädchenarbeit gibt es 30.000 Euro seit 2004.

Jetzt wird umgeschichtet, die 30.000 Euro sollen ab 2014 in ein Mädchenzentrum in Kassel fließen. „Das wird die wichtige pädagogische Arbeit im Boxcamp unmöglich machen“, befürchtet Diehl-Kahl. „Die Nordstadt ohne das Boxcamp, das geht nicht“, stellte Pit Gräber klar.

Der Ortsbeirat betonte, dass die erfolgreiche Arbeit des Boxcamps nicht durch Kürzung des Geldes gefährdet werden dürfe. Gerade die Mädchenarbeit in dem Projekt sei fest etabliert und im Stadtteil unverzichtbar. Sie müsse ebenso erhalten bleiben wie das gesamte Projekt Boxcamp.

Darum bittet der Ortsbeirat die Stadt, die erfolgreiche Arbeit insgesamt zu fördern, keine Mittel zu kürzen und das Boxcamp unverändert weiter zu fördern.

Von Sabine Oschmann

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