documenta-Halle

Hochzeitsmesse: Bräute mögen Glitzer

Auf der Suche nach dem perfekten Kleid: Laura Yanez wird am 25. Juli in Kassel heiraten. Bei der Hochzeitsmesse ließ sie sich von Saskia Barth (Donna-Fashion, Fritzlar) beraten. Fotos:  Fischer

Kassel. Im Schnitt gebe ein Brautpaar heutzutage 15.000 Euro für seine Hochzeit aus, sagt Otto Martelleur. Der Kaufunger ist ein Spezialist für Hochzeiten, seit Mitte der 1990er-Jahre organisiert er Hochzeitsmessen in Kassel.

So auch an diesem Wochenende in der documenta-Halle. „Im Prinzip bekommt man hier alles, was man für eine Hochzeit braucht“, sagt Martelleur.

Um die 60 Aussteller zeigten den Besuchern, dass man durchaus auch mehr als 15.000 Euro für den angeblich schönsten Tag im Leben ausgeben kann. Nach oben sind da keine Grenzen gesetzt.

Probierten Torte: Felicitas Böhner und Florian Jaschko heiraten am 10. Juli.

So eine Messe gibt aber auch Möglichkeiten zum Sparen. „20 Prozent Messe-Rabatt sind schon verlockend“, sagt die 27-jährige Laura Yanez aus Kassel, die verschiedene Brautkleider anprobierte. Aus diesem Grund wolle sie am Wochenende auch gleich zuschlagen, wenn sie das richtige Kleid findet. Für den ersten Traum in Weiß bekam Laura von ihrer jüngeren Schwester Celia gleich neun von zehn Punkten gezeigt. Welche Kleider sind angesagt? „Der Trend geht zu Tüll und Spitze und ganz viel Glitzer“, sagt Mareike Seifert (Brautmode Donna-Fashion, Fritzlar).

Einen Ort zum Feiern brauchte Laura Yanez übrigens nicht mehr zu suchen. Sie wird ihre Hochzeit am 25. Juli in den Herkules-Terrassen feiern.

Auch Felicitas Böhner (31) und Florian Jaschko (33) wissen schon, wo sie den 10. Juli verbringen werden: Nach der Trauung im Schlösschen Schönfeld steigt die Party bei den „Fliegenden Köchen“. Auf der Messe erkundigte sich das Paar nach einem DJ und probierte Torten vom Café Nenninger. „Die Sacher schmeckt mir am besten“, sagt Florian Jaschko.

Hochzeitsmesse in Kasseler documenta-Halle

Ausgefallen: Konditorin Alica Klaffer bereitet auch Totenkopf-Torten zu. Paare aus der Gothic-Szene mögen so etwas.

Konditorin Alica Klaffer aus Baunatal bereitet auch Hochzeitstorten zu. Auch ganz Ausgefallene mit Totenköpfen und Skeletten. Wer bestellt denn so etwas? „Leute aus der Gothic-Szene. Die ziehen dann auch ein schwarzes Kleid und eine Ritterrüstung an“, sagt Klaffer, die ihre Torten mit Joghurt, Quark und Schmand füllt. „Die Kunden wollen keine schweren Cremetorten mehr.“

Bei Ringen sei nach wie vor Gelbgold angesagter als Weißgold, sagt Goldschmiedin Renate Spika. Zudem seien matte Ringe gefragt. Und die Damen würden gern noch einen Brillanten nehmen.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.