Kampf um Bohne wird heiß

Starbucks-Filiale hat in Kassel eröffnet

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Schlange stehen für einen Kaffee: Im Starbucks am Königsplatz war Donnerstagmorgen kurz nach der Eröffnung schon jede Menge los. Vor allem Schüler gehörten zu den Gästen.

Kassel. Pulkweise strömten Schüler Donnerstagvormittag zur Eröffnung des Filialisten Starbucks in den Coffee-Store auf dem Königsplatz. Dabei ging es ihnen nicht nur um das koffeinhaltige Heißgetränk.

Mit Starbucks komme Großstadtflair nach Kassel und davon wollten sie etwas mitnehmen, sagten viele der vor allem jugendlichen Gäste auf HNA-Nachfrage. Die anderen Innenstadt-Cafés geben sich trotz der Konkurrenz gelassen.

Wie große der Hype um die amerikanische Coffee-Store-Kette ist, die in Kassel ihre 160 Filiale in Deutschland eröffnete, lässt sich im Internet auf Facebook ablesen. Auf der Fan-Seite von Starbucks Kassel haben 2800 Internet-Nutzer den Gefällt-mir-Button gedrückt. Zum Vergleich: Der Kasseler Weihnachtsmarkt, der vor zwei Wochen eröfnet hatte, kommt auf knapp 2000. Auch Michelle Bannasch aus Kassel hatte im Netz von der Eröffnung erfahren. Sie war einer der ersten Gäste und ließ sich einen „Premium Hot Chocolate to go“, sprich einen Kakao zum Mitnehmen, schmecken. Die Schülerinnen der Jacob-Grimm-Schule, Nathalie Rehrmann und Nathalie Weigel, erzählen, dass die Eröffnung schon einige Wochen Thema auf dem Pausenhof sei.

Isabel Stutzke von der Max-Eyth-Schule kennt Starbucks von ihrem Aufenthalt in London. Was so besonders daran ist, kann sie nicht so Recht in Worte fassen. Aber weil sie erst zur dritten Stunde Unterricht habe, wolle sie die Chance nutzen, einen Blick in das neue Café zu werfen.

Über 120 junge Menschen hätten sich um einen Job als Servicekraft beworben, erzählt Sven Weß, der als Starbucks-Bezirksleiter für die Kasseler Filiale zuständig ist.

Eine Gefahr für ihr Geschäft sehen die anderen Cafés nicht in dem Neuankömmling. „Mit unserem Konditorangebot an Kuchen und Torten unterscheiden wir uns“, sagt Verena Nenninger vom Café Nenninger am Friedrichsplatz.

Auch Sarah Knichalla, Geschäftsführerin des Stadtcafés an der Treppenstraße, bleibt gelassen: „Wir sprechen auch ältere Menschen und Familien an. Zudem bieten wir einen anderen Service.“

Alexandra Annacker vom Café Mocca, das am Königsplatz liegt, befürchtet auch keine größeren Kundeneinbußen. „Unser Publikum ist etwas älter“, sagt Annacker.

Julia Hund vom Alex an der Oberen Königsstraße hält das eigene Angebot für vielfältiger. „Ander als Starbucks sind wir auch Restaurant und Cocktailbar.“ Betroffen seien sicher eher die klassischen Coffee-Stores anderer Ketten. Auf HNA-Nachfrage hatten sich diese allerdings auch zuversichtlich gezeigt, bestehen zu können.

Von Bastian Ludwig

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