Brand an der Friedrich-Ebert-Straße: Mann lag tot in verrauchter Wohnung

Ausgebrannte Wohnung: Bei dem Brand in dem Mehrfamilienhaus an der Friedrich-Ebert-Straße starb ein Mann, vermutlich der Bewohner. Unser Foto entstand im Hinterhof des Hauses.   Foto: Herzog

Kassel. Als die Feuerwehr gegen 23.30 Uhr an der Friedrich-Ebert-Straße eintraf und die Tür zu der Wohnung im Untergeschoss aufbrach, aus der Rauch ins Treppenhaus drang, war es schon zu spät.

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Der Notarzt konnte bei dem leblosen Mann, den die Einsatzkräfte wenige Meter hinter der Tür fanden, nur noch den Tod feststellen.´

Der genaue Ursache des Brandes in dem Mehrfamilien-Altbau zwischen Friedenskirche und Bebelplatz, in dessen Erdgeschoss sich ein Naturkostladen befindet, ist noch unklar. Fest steht, dass am späten Freitagabend Feuer in der Wohnung im Untergeschoss ausgebrochen war, in der offenbar ein alleinstehender Mann wohnte. Ob es sich bei der Leiche um den 44-jährigen Bewohner handelt, soll laut Polizei noch bei einer Obduktion geklärt werden. Weitere Verletzte gab es nicht bei dem Brand, der sich durch das Eingreifen der Feuerwehr nicht über die Wohnung hinaus ausbreitete.

Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von einen Unglücksfall oder einen technischen Defekt aus, sagte deren Sprecher Franz Skubski am Wochenende. Hinweise auf Brandstiftung oder eine Gewalttat lägen nicht vor.

Am Samstagmittag liegt noch ein leichter Brandgeruch im Treppenhaus. Martin Meunier, der im dritten Stock des Hauses lebt, hat eine schlaflose Nacht hinter sich. Er hatte am Freitagabend, als er gegen 23.15 Uhr nach Hause kam, den Rauch bemerkt. „Beim Reingehen war da ein starker Geruch, der mit gesagt hat, da ist was faul.“. Als er genauer nachschaute und im Untergeschoss Qualm aus der Wohnungstür quillen sah, habe er sofort die Feuerwehr gerufen, berichtet der 40-Jährige.

Dass es dennoch zu spät war, um seinem Nachbarn das Leben zu retten, ist am Tag danach ein quälender Gedanke für Meunier. Den Mann, der in der Wohnung lebte, habe er gekannt, wenn auch nicht näher„Er hat gern laute Musik gehört, deshalb war er mit der Wohnung sehr glücklich.“ Weil Geschäftsräume darüber liegen, habe er niemanden gestört.

Im Garten hinter dem Gebäude liegt verbrannter Hausrat: ein Fernseher, eine Lautsprecherbox, ein Anrufbeantworter, Kartons. Die Fenster zu der Wohnung, in der es gebrannt hat, sind zersplittert. Die Tür zur Wohnung ist versiegelt, der Brandort wurde beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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