Brand in Schreinerei: Zwei Menschen gerettet - 100.000 Euro Schaden

Kassel. Zwei Menschen hat die Feuerwehr am späten Dienstagabend aus einem brennenden Haus im Kasseler Stadtteil Wesertor gerettet. Im Keller des Gebäudes an der Schirmerstraße war gegen 21.45 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Verletzte gab es bei dem Brand nicht.

Mehr als 50 Feuerwehrleute waren unter Atemschutz im Einsatz. Den Schaden schätzten Polizei und Feuerwehr auf etwa 100.000 Euro. Brandstiftung sei als Ursache nicht auszuschließen.

Dramatische Szenen haben sich für die Feuerwehr abgespielt. Als die Brandschützer gegen 21.45 Uhr an der Einsatzstelle im Kasseler Stadtteil Wesertor eintreffen, ist unklar, ob sich in dem Gebäude noch Menschen befinden. Das Haus ist total verraucht. Unterschwellig breiten sich die Flammen weiter aus. Holzbalkendecken brennen durch. Vorsorglich werden alle freiwilligen Feuerwehren der Stadt alarmiert. Karl-Heinz Krütt, Chef der Kasseler Berufsfeuerwehr, übernimmt die Einsatzleitung. Rettungswagen und Notarzt rücken an.

An der Schirmerstraße sind mehr als 50 Feuerwehrleute unter Atemschutz im Einsatz. Nach und nach durchkämmen sie das verqualmte Gebäude, zunächst auf der Suche nach vermissten Bewohnern. Zwei Menschen werden gerettet. Später versuchen die Einsatzkräfte die Brandherde ausfindig zu machen. Vor Ort wird ein mobiles Atemschutzlager eingerichtet. Gleichzeitig verhindern die Brandschützer, dass sich die Flammen auf die angrenzenden Garagen ausbreiten. Teile des Kellers stürzen ein. Um in einsturzgefährdeten Räumen nicht selbst in Gefahr zu geraten, setzen die Feuerwehrleute Löschschaum ein. So sollen die Flammen erstickt werden.

Brand in Schreinerei - Keine Verletzten

Später wird klar, dass außer den zwei Geretteten keiner der zunächst Vermissten noch im Haus war, in dem sich früher eine Schreinerei befunden hat. Alle zwölf Bewohner seien in der Nachbarschaft untergekommen, heißt es. Sieben seien in einem Obdachlosenheim in Bettenhausen unterbracht worden, sagt Polizeisprecher Torsten Werner. Die Lage ist für die Feuerwehr auch deshalb so unübersichtlich, weil in dem Gebäude viele Alkoholkranke wohnen. Augenzeugen berichten, Betrunkene die Feuerwehr bei ihrer Arbeit immer wieder behindern.

Der brennende Keller ist mit allerlei Gegenständen zugestellt, die Lage ist unübersichtlich. Mit Löschschaum flutet die Feuerwehr den brennenden Keller. Gegen 2 Uhr sind die Flammen erstickt, die Einsatzkräfte rücken ab, berichtet Krütt.

Auch etwa eine Stunde werden bei einer Kontrolle keine Flammen festgestellt. Gegen 8.30 Uhr überprüft die Feuerwehr die Einsatzstelle erneut und findet Glutnestern. Wieder beginnen Löscharbeiten, die bis etwa 10.30 Uhr dauern. Ab dem Mittag beginnen Ermittler der Kasseler Kripo mit ihrer Arbeit. Brandstiftung sei als Ursache nicht auszuschließen, sagt Polizeisprecher Werner. Die Ermittlungen dauern an. (clm)

Hinweise: Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 05 61 / 91 00.

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