Jagd nach Serien-Brandstifter: 3000 Euro Belohnung ausgesetzt

Kassel. Mit einer Belohnung versuchen Kasseler Staatsanwaltschaft und Polizei konkrete Hinweise auf den Täter zu bekommen, der hinter der Serie von Bränden in Mehrfamilienhäusern steckt.

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Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, sei jetzt eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt worden, teilte Polizeisprecherin Sabine Knöll mit.

Insgesamt sind seit dem 14. April vorsätzlich 20 Brände in Treppenhäusern gelegt worden. Dabei sind Kinderwagen, Altpapier, Unrat, Müllsäcke und andere Gegenstände angesteckt worden, die in den Hausfluren abgestellt waren. Alle Feuer sind schnell gelöscht worden, sodass der entstandene Schaden im Vergleich zur Zahl der Brände mit 60.000 Euro relativ niedrig geblieben ist.

In allen Fällen war es für den oder die Brandstifter kein Problem, in die Treppenhäuser zu gelangen. Die Haustüren der Tatorte standen

Hinweise: Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 05 61 / 91 00 oder jede andere Polizeidienststelle unter Notruf 110.

offen. „Glücklicherweise wurden die Brände meist rechtzeitig von den Bewohnern bemerkt, sodass bislang niemand ernsthaft verletzt wurde“, sagte Knöll. Dennoch ermittele die Kasseler Kripo wegen schwerer Brandstiftung.

Mietshäuser der großen Wohnungsgesellschaften blieben bisher von den Brandstiftungen verschont. Die Häuser der GWG, GWH, Wohnstadt und der Vereinigten Wohnstätten 1889 verfügen über selbstschließende Haustüren, die ins Schloss fallen und nur mit Schlüssel oder per Türsummer geöffnet werden können. Zudem sorgen die Hausmeister nun verstärkt dafür, dass Gegenstände und Möbelstücke nicht in Hausfluren und Treppenhäusern abgestellt werden.

Darauf wird bei den großen Vermietern aus Sicherheits- und Brandschutzgründen grundsätzlich geachtet, weil Flure und Treppenhäuser Fluchtwege sind und nicht zugestellt werden dürfen. (clm/ach)

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