Brandserie in Kassel: Polizei setzt verstärkt Streifen und Beamte ein

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Brandserie in Kassel.

Kassel. 13 Brände innerhalb von drei Tagen - allein siebenmal hat ein Unbekannter in der vergangenen Woche ein Feuer im Wesertor gelegt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Bewohner dieses Stadtteils von einem Brandstifter in Atem gehalten werden.

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...bietet die Feuerwehr auch auf Türkisch, Russisch und Englisch zum Herunterladen im Internet an: www.feuerwehr-kassel.eu

Zum Jahreswechsel 2006/2007 hatte ein Unbekannter acht Brände gelegt. Altpapier und Müll waren auch damals in Hausfluren und Kellerräumen von

Mehrfamilienhäusern angezündet worden. Die Polizei unternahm einiges, um den Brandstifter zu fassen. Nach Angaben von Polizeisprecher Jungnitsch konnten die Brände einem dringend tatverdächtigen Mann allerdings nicht nachgewiesen werden.

Nachdem vergangene Woche wieder mehrere Feuer dort gelegt worden waren, habe die Kriminalpolizei sofort überprüft, ob der damals Verdächtige dafür infrage kommen könne. Der Mann sei mittlerweile nach Norddeutschland gezogen, sagt Jungnitsch.

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Zivilkräfte und Streifen seien derzeit nachts verstärkt unterwegs, um den Brandstifter zu stellen, sagt Jungnitsch. Die Polizei sei auf die Mithilfe der Menschen angewiesen. „Die Suche ist wie nach der Stecknadel im Heuhaufen.“

Polizei und Feuerwehr rufen dazu auf, unbedingt Haustüren und auch Kellerräume zu verschließen, außerdem Treppenräume von Unrat zu befreien. Wer sich an diese Regeln hält, macht es einem Brandstifter schon entscheidend schwerer. Die eigene Sicherheit erhöhen kann man auch durch Rauchmelder. Denn nicht nur die Flammen, sondern auch giftige Rauchgase können Menschenleben gefährden. Bei den Bränden in der Nacht zu Samstag wurden vier Menschen, die Rauch eingeatmet hatten, in Krankenhäusern behandelt.

In Hessen sind seit 2005 Rauchwarnmelder in Neu- und Umbauten vorgeschrieben. Ab 2015 gibt es eine generelle Pflicht für alle Wohnungen (in Schlafzimmer, Kinderzimmer und Fluren, die als Rettungswege dienen). Doch auch in Hausfluren und Treppenhäusern, die ja zugleich Fluchtwege darstellen, sollten Rauchmelder aufgehängt werden, rät Norbert Schmitz, Leiter der Feuerwehr Kassel.

Ein guter Rauchmelder sei schon ab 20 Euro zu haben, wer ein Gerät mit besonders langlebiger Batterie haben möchte, sollte mit 40 Euro rechnen. Achten sollte man beim Kauf auf eine Kennzeichnung mit DIN EN 14606 und ein VdS-Prüfzeichen. Die relativ geringen Kosten sollten Hauseigentümer nicht scheuen, sagt Schmitz. Schließlich könnten durch Rauchmelder Feuer früher erkannt und somit die Sicherheit der Mieter erhöht und Schäden verringert werden.

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