Fassade wird neu gestaltet

Hotel am Brasselsberg  wird größer: 1,7 Millionen Euro für das "Steinerne Schweinchen"

Alt- und Neubau noch nebeneinander: Über die Jahre ist das Hotel an der Konrad-Adenauer-Straße in mehreren Schritten gewachsen. Der ursprüngliche Satteldachbau wird ab Anfang Juni aufgestockt, so dass sich das Haus später (Grafik unten) mit einheitlich viergeschossiger Fassade präsentiert. Foto:  Schwarz / Repro: Nähler Gastro/nh

Kassel. Das Hotel und Restaurant Steinernes Schweinchen am Brasselsberg wird über die Sommermonate ein völlig neues Gesicht erhalten.

Inhaber Thomas Nähler plant eine Erweiterung und Modernisierung des Hauses für etwa 1,7 Millionen Euro. Entlang der Konrad-Adenauer-Straße wird sich das Gebäude anschließend mit einer einheitlich viergeschossigen Fassade präsentieren.

Bisher ist das über die Jahre stark gewachsene Tagungshotel stilistisch zweigeteilt. Im Altbautrakt mit seinem Satteldach seien die Zimmergrößen und Bäder nicht mehr zeitgemäß, nannte Nähler als einen Grund für den Umbau. Dachschrägen würden beseitigt, Panoramafenster eingebaut, über 86 Zimmer werde das Hotel am Ende verfügen.

Weiterhin sei ein Ausbau der Tagungskapazität um 3 auf 16 Konferenzräume geplant. Insgesamt 400 Teilnehmer sollen sich nahe der Autobahn bei parallelen Veranstaltungen versammeln können. Und auch der im Altbau gelegene Rezeptions- und Restaurantbereich wird nach Angaben Nählers völlig neu gestaltet und erweitert: Wer künftig das Haus betrete, solle gleich in der Halle einen weiten Blick über Kassel zu Füßen des Brasselsberges haben.

In den Obergeschossen des Altbaus laufen nach Auskunft des Hoteliers bereits Entkernungsarbeiten. Ab Anfang Juni werde die Außengestaltung recht schnell gehen: „Dann kommen die Fertigbauteile, und in etwa 14 Tagen wird die neue Fassade fertig sein.“ Anschließend folge der Innenausbau, der auch den kompletten Restaurantbereich umfasse.

ThomasNähler

Dieser wird laut Nähler zur Hangseite hin vergrößert und flexibel teilbar werden, einen separaten Raum fürs Speisen in der gehobenen Liga wie heute werde es allerdings nicht mehr geben. Die Philosophie gehe „etwas weg vom Gourmetbereich“, sagte Thomas Nähler. Man werde bei Küchenchef Jürgen Richter nach wie vor auch exquisite Menüs der oberen Preisliga ordern können, allerdings würden diese nicht unbedingt Bestandteil der täglichen Karte sein, sondern auf Bestellung komponiert. Das sei eine Frage von Nachfrage und Rentabilität, sagte Nähler.

Das Haus sehe sein Profil mehr im Geschäft mit Tagungsgästen, da man hier ausgesprochen erfolgreich sei. Etwa 90 Prozent der Gästenachfrage entfalle auf diesen Bereich. Der Hotelier nennt eine jahresdurchschnittliche Auslastung von 68 Prozent, was weit über dem Mittelwert der Kasseler Beherbergungsbranche liegt.

Thomas Nähler

Blickfang am Haupteingangsbereich des künftig langgestreckten Fassadenriegels soll ein Fahrstuhl hinter Glaselementen mit freiem Blick auf die umliegende Waldlandschaft werden. Mit dem neuen Architektur-Auftritt wird auch der Name des Hauses geändert: „Design- und Konferenzhotel Steinernes Schweinchen“ soll der Gästebetrieb mit der langen Traditionsgeschichte künftig heißen. Seit 1848 war die frühere Postkutschenstation ein beliebtes Ausflugsziel der Kasseler, Nähler hatte das einst heruntergekommene Anwesen 1994 gekauft.

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