Seit einem Monat keinen Anschluss

„Wir wollen unser Internet zurück“ - Anwohner am Brasselsberg beschweren sich

Ärger mit der Telekom: Kalvin Autenrieth (von links), Gabriele und Reimar Fricke sowie Beate Addy haben seit einem Monat keinen Festnetzanschluss und kein Internet mehr.
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Ärger mit der Telekom: Kalvin Autenrieth (von links), Gabriele und Reimar Fricke sowie Beate Addy haben seit einem Monat keinen Festnetzanschluss und kein Internet mehr.

Sie wohnen idyllisch am Ende der Bebauung unterhalb der Konrad-Adenauer-Straße. Doch ganz so abgeschieden wie im Moment ist das auch kein Vergnügen. „Wir wollen endlich unser Internet zurück“, sagt Reimar Fricke.

Brasselsberg - Sein Haus ist nur über einen schmalen Abzweig der Korbacher Straße unweit der Autobahnauffahrt Bad Wilhelmshöhe zu erreichen. Gemeinsam mit den Nachbarn hat er sich jetzt an die HNA gewandt. Von der Telekom sei man bislang nur vertröstet worden, sagt er.

Der Ärger begann am 7. Juni. An diesem Montag sollte im Auftrag der Städtischen Werke ein Stromkasten an der Konrad-Adenauer-Straße erneuert werden. Genauer gesagt der Schaltkasten für die Straßenbeleuchtung. Bei den Bagggerarbeiten muss dann die Leitung für Telefon und Internet beschädigt worden sein. „Seit dem Tag ist das Festnetz bei uns und den Nachbarn tot, die W-Lan-Verbindung funktioniert auch nicht mehr“, sagt der Arzt, der als Internist eine Praxis in Bad Wilhelmshöhe hat.

Als auch am nächsten Tag Funkstille herrschte, rief er mit dem Handy die Störungsstelle der Telekom an. „Dort wurde mir gesagt, dass erst drei Tage später ein Mitarbeiter vor Ort sein könne“, sagt Reimar Fricke. Das geschah dann auch, den Schaden konnte der Techniker aber nicht beheben. Am 11. Juni bestätigte dann ein weiterer Mitarbeiter, dass das Telefonkabel durch die Baggerarbeiten beschädigt worden sei. Dabei blieb es dann erst einmal.

Reimar Fricke rief immer wieder bei der Telekom-Hotline an. Dort wurde ihm lediglich bestätigt, dass eine Störung vorliege. Aber das wusste er ja bereits. Am 17. Juni gab es dann kurzfristig Hoffnung. Da wurde wieder an der Konrad-Adenauer-Straße gearbeitet. Der neue Verteilerkasten steht dort seitdem, das beschädigte Kabel wurde allerdings nicht repariert.

Betroffen davon sind unter anderem vier Wohnhäuser, eine Tagesgruppe der Jean-Paul-Schule, der Montessori-Kundergarten und eine Yogaschule. Der neue Termin der Telekom: Am 30. Juni sollte die Reparatur endlich geschehen. Man ahnt es schon: Auch dieser Termin ist inzwischen verstrichen ohne das etwas passierte.

Reimar Fricke, der anfangs durchaus noch Verständnis hatte, spricht mittlerweile von einer Service-Wüste bei der Telekom. Die hat auf die Anfrage der HNA, was da denn los sei, reagiert. Neuer Termin für die Reparatur sei jetzt Mittwoch, 7. Juli. Vorher sei das nicht möglich gewesen, weil an der Konrad-Adenauer-Straße noch weitere Arbeiten laufen. In der Tat wird dort gerade die Fahrbahn für einen neuen Radstreifen erweitert. Was das allerdings mit dem beschädigten Kabel auf der anderen Seite zu hat, erschließt sich den vom Internet abgehängten Anwohnern nicht.

Die warten jetzt gespannt auf den Mittwoch und hoffen, dass die Telekom diese Zusage einhält. Dann hätten sie nach einem Monat wieder Anschlüsse, die für andere selbstverständlich sind. (Thomas Siemon)

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